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Home » Konzern lässt wohl Betriebsrätin beschatten
Panorama

Konzern lässt wohl Betriebsrätin beschatten

By zeit-heute.deApril 1, 20262 Mins Read
Konzern lässt wohl Betriebsrätin beschatten
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Mitarbeiterin äußert Verdacht

Betriebsrätin beschattet? Schwere Vorwürfe gegen Ikea

Aktualisiert am 31.03.2026 – 20:56 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Ikea-Schriftzug (Symbolbild): Mitarbeiter des Unternehmens erheben schwere Vorwürfe. (Quelle: IMAGO/Ulrich Roth/imago)

Seit ihrer Corona-Erkrankung gilt eine Mitarbeiterin von Ikea als schwerbehindert –und hat Anspruch auf spezielle Arbeitszeiten. Ihrem Arbeitgeber wirft sie vor, eine Detektei auf sie angesetzt zu haben.

Ikea soll eine Mitarbeiterin und Betriebsrätin der Filiale im hessischen Wallau ausspioniert haben. Das berichtete die „Frankfurter Rundschau“, unter anderem unter Berufung auf Protokolle des Polizeipräsidiums Westhessen. Diese würden nahelegen, dass das Unternehmen einen Privatdetektiv auf die Frau angesetzt habe.

Die betroffene Mitarbeiterin leidet laut dem Bericht seit einer Corona-Erkrankung vor knapp fünf Jahren unter Long Covid, ist in Pflegegrad 2 eingestuft und gilt als schwerbehindert. Wegen ihrer Erkrankung habe sie mit dem Arbeitgeber besondere Arbeitszeiten ausgehandelt: Sie dürfe stets eine Stunde früher Feierabend machen und habe einen freien Mittwoch. Eine Betriebsärztin habe diese Regelung wenige Wochen vor der Observation schriftlich empfohlen.

Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, hat die Detektei gegenüber der Polizei erklärt, dass im Falle der Mitarbeiterin der Verdacht auf Arbeitszeitbetrug bestehe. Laut Bericht ist diese Begründung allerdings nur bedingt schlüssig: Die Observationen sollen auch am vereinbarten freien Mittwoch durchgeführt worden sein.

Eine andere Betriebsrätin des Ikea-Hauses, Kerstin Franz, äußert gegenüber der Zeitung einen anderen Verdacht: Sie vermutet, dass die Überwachung auf das Engagement der Kollegin im Betriebsrat abgezielt habe. Als stellvertretende Betriebsratsvorsitzende setze sich die mutmaßlich Ausspionierte für kranke Kollegen ein. Sie verhandele etwa Arbeitszeiten, die den Wiedereinstieg in den Beruf ermöglichten.

Ikea erklärte auf Nachfrage der „Frankfurter Rundschau“, sich „von jeder Form rechtswidriger Mitarbeiterüberwachung“ zu distanzieren. Ikea Deutschland wolle nun den Vorfall intern aufklären und „prüft selbstverständlich auch mögliche Konsequenzen.“

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