Laden mehrere Tage dicht
Prüfer machen Ekel-Funde bei bekanntem Bremer Imbiss
03.01.2025 – 08:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Kontrolle für Lebensmittelsicherheit machen in Bremen immer wieder Ekel-Funde. Jetzt wurde es der Behörde zu bunt – ein Lokal musste mehrere Tage schließen.
In einem bekannten Imbissbetrieb im Bremer Steintor wurden laut Kontrolleuren des Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienstes des Landes Bremen (LMTVet) gravierende Hygienemängel festgestellt. Bei einer Kontrolle Ende November fanden die Inspektoren im Lokal Taverna unter anderem stark verschmutzte Lebensmittelbehälter und Geräte vor.
„Die Knetmaschine wies im Bereich zwischen Gehäuse und Knetkessel ältere gelblich verfärbte Verschmutzungen durch Lebensmittelreste auf“, heißt es unter anderem im Bericht, der Mitte Dezember vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Auch das elektrische Schneidemesser für Fleischspieße war betroffen: „Unter dem Messer wurden ältere, angetrocknete Fleischreste vorgefunden.“
Darüber hinaus wurden erhebliche Schimmelansammlungen festgestellt. „Das Holzregal im Vorbereitungsraum, welches zur Lagerung von Schalen für Lebensmittel genutzt wurde, war an der Oberfläche großflächig mit schimmelähnlichen Ablagerungen verschmutzt“, so der Bericht. Diese Ablagerungen hätten dabei fast die gesamte Oberfläche des Regals bedeckt.
Ebenfalls deutliche Mängel wies den Angaben zufolge der Kühlraum auf: Dort seien Lebensmittel direkt unter den Regalböden offen gelagert worden. Jedoch wiesen die Regalböden „insbesondere an den Unterseiten großflächige Schimmelablagerungen auf“, lautet die Feststellung der Inspektoren. Den Schimmel beschreibt das LMTVet als „rötlich-dunkel“, was darauf hindeute, dass bereits „das Stadium des haarig-pelzigen Wachstums erreicht“ gewesen sei.
Im Bereich der Personalhygiene gab es ebenfalls erhebliche Mängel: An allen Handwaschbecken fehlten Mittel zum hygienischen Reinigen der Hände, und das Handwaschbecken in der Personaltoilette verfügte nicht über Warmwasser.
Der Imbissbetrieb wurde daraufhin eigenständig für vier Tage geschlossen und umfangreiche Reinigungs- und Renovierungsmaßnahmen ergriffen. Bei einer Nachkontrolle am 22. November 2024 waren die Mängel demnach behoben.
Der LMTVet teilt mit, verpflichtet zu sein, Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften unter bestimmten Voraussetzungen zu veröffentlichen. Die Informationen stehen sechs Monaten zur Verfügung und können hier eingesehen werden.