Erstmals überhaupt als Bayern-Trainer:
Kompany nimmt gravierende Änderung vor
12.10.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 3 Min.

Bayern München reist vor dem Champions-League-Spiel in Stavanger früher an als gewohnt. Die Bedingungen vor Ort verändern die Abläufe grundlegend.
Besondere Ereignisse erfordern manchmal eben auch besondere Maßnahmen. Deshalb bricht Bayern Münchens Cheftrainer Vincent Kompany vor dem Champions-League-Spiel des deutschen Rekordmeisters beim norwegischen Meister Viking Stavanger am Dienstagabend (21 Uhr im Liveticker bei t-online) mit einer Tradition. Kompany änderte vor der Partie in Norwegen nämlich die eigentlich unter ihm festen Abläufe bei Auswärtsreisen in der Königsklasse. Normalerweise absolviert der Belgier nämlich das Abschlusstraining davor stets noch in München und reist erst danach an den jeweiligen Spielort.
Dieses Mal ist aber plötzlich alles anders. Denn Kompany und den Bayern ist es nun sogar extrem wichtig, die Bedingungen vor Ort schon einen Tag vor dem Spiel kennenzulernen und das Abschlusstraining am Montagabend um 18 Uhr auch dort zu bestreiten. Dabei wollte Kompany übrigens auch abschließend darüber entscheiden, ob Manuel Neuer nach seinem Patzer am Samstag in Augsburg (2:2) erneut im Bayern-Tor stehen wird. Oder ob er durch Jonas Urbig ersetzt wird. Auf seiner Abschlusspressekonferenz verkündete er dann im Zuge einer bitteren Nachricht allerdings bereits zuvor seine Torwart-Entscheidung.
Die Verhältnisse, die der FC Bayern in Norwegen vorfindet, sind ungeachtet dessen jedenfalls außergewöhnlich. Aufgrund des kalten und winterlichen Klimas, das dort im Jahresverlauf dominiert, wird im Stadion von Stavanger nämlich auf Kunstrasen gespielt.
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Das ist nicht nur für die meisten Bayern-Profis, sondern auch für den früheren Weltklassespieler Kompany eine komplett neue Erfahrung. „Ich habe in 20 Jahren Karriere nie auf Kunstrasen gespielt“, sagte Kompany über seine ungewöhnliche Maßnahme. „Und dann habe ich im Kopf, wenn die Spieler das zum ersten Mal machen müssen, dann trainieren wir besser einmal dort, das wir ein Gefühl bekommen, zum Beispiel, was für Schuhe man tragen muss.“ Denn, so Kompany weiter: „Ich möchte das nicht am Spieltag erfahren. So haben wir ein paar mehr Informationen.“
„Es wäre fahrlässig, das nicht zu tun“
Sportvorstand Max Eberl argumentierte auf t-online-Nachfrage ähnlich. „Ich glaube, es wäre fahrlässig, wenn wir als Mannschaft, die zu 99 Prozent auf normalem Rasen spielt und dann ein Spiel auf Kunstrasen, nicht vorher anreisen würden und den Kunstrasen auch mal fühlen und sehen wollen würden.“
An dem Ziel, das die Bayern im hohen Norden verfolgen, ändert das aber nichts. „Wir wollen in Stavanger gewinnen, Punkt“, sagte Eberl. Auch Kompany will auch aufgrund der besonderen Umstände keine Ausreden vor dem Duell bei Viking gelten lassen. „Ob Wind, Regen oder Sonne, egal ob in Amerika in Carolina bei 45 Grad oder in Viking bei minus 5 Grad auf Kunstrasen, es ist für mich alles egal. Ich möchte gerne, dass wir überall Bayern sind“, sagte der Belgier.












