Neue Studie zur Abwasseranalyse
In Frankfurt wird so viel gekokst wie sonst nirgends in Deutschland
Aktualisiert am 21.03.2026 – 03:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Abwasseranalyse hat ergeben, dass Frankfurt unter den deutschen Städten an der Spitze des Kokainkonsums steht. Auch andere Drogen sind im Abwasser zu finden.
Wie aufschlussreich Abwasserwerte in Bezug auf den Drogenkonsum einer Stadt sein können, zeigt eine neue Studie. Das europäische Projekt, das den illegalen Drogenkonsum überwacht, wird unter anderem von der Europäischen Drogenagentur (EUDA) geleitet. Ihre Studie mit dem Titel „Abwasseranalyse und Drogen – eine europäische Multi-City-Studie“ wird deutlich: Es gibt einen starken Anstieg beim Nachweis von Ketamin und Kokain.
Mit Blick auf Kokain ist Frankfurt im bundesweiten Vergleich die Stadt mit dem höchsten Konsum. Rund 724 Milligramm pro Tag und pro 1.000 Einwohner werden in der Mainmetropole jeden Tag konsumiert. Auf Platz zwei und drei folgen Hamburg und Berlin.
Beim Konsum von Kokain altert das Gehirn laut der Deutschen Hirnstiftung schneller. Dort stößt die Droge Abbauprozesse an, die ansonsten bei Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson auftreten. Außerdem begünstigt sie Schlaganfälle.
Doch nicht nur beim Kokainkonsum ist Frankfurt an der Spitze mit dabei. Beim Nachweis von MDMA, also einer synthetischen Droge, die meist als Ecstasy konsumiert wird, landet Frankfurt auf Platz drei hinter Berlin und Hamburg. Überraschend gering ist dagegen die Analyse im Hinblick auf Methamphetamin und Ketamin.
Das Projekt hat das Abwasser in 115 europäischen Städten in 25 Ländern analysiert. Das Ziel dahinter: Das Drogenkonsumverhalten der Einwohner zu analysieren. Die Studie analysierte täglich Abwasserproben aus den Einzugsgebieten von Kläranlagen über einen Zeitraum von einer Woche zwischen März und Mai 2025.
Dabei wurden die Abwasserproben von 72 Millionen Menschen auf Spuren von fünf Stimulanzien (Amphetamin, Kokain, Methamphetamin, MDMA und Ketamin) sowie Cannabis untersucht.












