Auf Wanderschaft
König Charles III. eröffnet neue Touristenattraktion
20.03.2026 – 08:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Sonnenschein, Meer und pure Natur: Was König Charles III. jetzt erlebte, sollen auch viele andere Menschen genießen: eine Wanderung an Englands Küste.
König Charles III. hat den mit 4.327 Kilometern längsten Küstenwanderweg der Welt eingeweiht. „Nicht nur seine enorme Länge, sondern auch der Name ist eine Herausforderung“, schreibt die britische BBC. Der Weg trägt den sperrigen Namen „King Charles III England Coast Path“. Mit dem Weg sei ein durchgehender Pfad geschaffen worden, der es Wanderern ermöglicht, Englands Küste „Schritt für Schritt“ zu erkunden, heißt es von Natural England, der staatlichen Organisation, die das Projekt umgesetzt hat.
Die Strecke führt durch einige der schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften des Landes – von Salzwiesen und Sandstränden über Klippen und Dünen bis hin zu historischen Küstenstädten, heißt es von Natural England. Der Weg beginnt an der Grenze zu Schottland an Englands Nordostküste (in der Höhe von Berwick), windet sich entlang der Ostküste (Norfolk), der Südostküste (Kent/Sussex), der Südküste (Southampton) und endet im Westen an der Grenze zu Wales.
Zu den vielen Höhepunkten gehört die Kreidelandschaft der Seven Sisters in East Sussex, die zugleich Teil eines neuen Naturreservats ist. König Charles III., der für seine Liebe zur Natur bekannt ist, wanderte bei bestem Wetter ein Teilstück des neuen Weges in Höhe der sogenannten Seven Sisters.
Ein großer Teil des Pfads existierte bereits zuvor, 1.600 Kilometer wurden in den vergangenen Jahren neu geschaffen beziehungsweise ausgebaut, außerdem Brücken und Holzstege errichtet und Überstiege abgebaut.
Die Länge des Weges ist laut Natural England aber nicht entscheidend. Es sei kein Wettbewerb. Wichtig sei, „dass man überall in England zur Küste gehen, dann nach links oder rechts abbiegen und so lange am Meer entlanglaufen kann, wie man möchte“, sagte Neil Constable, der für das Projekt verantwortlich zeichnete.
Damit das auch tatsächlich möglich ist, wurden an vielen Abschnitten neue Zugangsrechte geschaffen, wodurch zuvor unzugängliche Flächen – darunter Strände, Dünen und Klippenbereiche zwischen Weg und Meer – nun betreten werden dürfen. An einigen wenigen Stellen müssen Wanderer den Weg aber doch kurz verlassen. Im Nordwesten Englands bildet etwa die Fähre über den Mersey ein unüberwindliches Hindernis.
Ein Abschnitt in South Devon ist laut Constable besonders anspruchsvoll: Am Fluss Erme gibt es weder Brücke noch Fähre, und das Land weiter flussaufwärts ist privat und deshalb nicht zugänglich. Wanderer müssen daher innerhalb eines Zeitfensters rund um die Ebbe die Hosen hochkrempeln und durch den Fluss waten. „Das gehört alles zum Erlebnis“, sagt Constable.












