„Ich bereue vieles“
Kult-Komikerin spricht über Alkoholprobleme
07.06.2026 – 16:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Kölner Kult-Komikerin Hella von Sinnen hat offen über jahrzehntelangen Alkoholmissbrauch gesprochen – und enthüllt, was sie daran am meisten bereut.
Hella von Sinnen hat in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung offen über jahrzehntelangen Alkoholmissbrauch gesprochen.
Die 67-jährige Kölnerin, bekannt aus zahlreichen TV-Produktionen im Privatfernsehen und Bühnenauftritten, berichtet, bereits im Alter von zwölf Jahren regelmäßig Alkohol getrunken zu haben. „Ich habe seit meinem zwölften Lebensjahr richtig gesoffen. Es war Teil des Künstlerlebens. Premieren, Tourneen, Nächte“, sagte sie und fügte beinahe erschrocken hinzu: „Meine Güte. Was haben wir gesoffen!“
Hella von Sinnen bereut Folgen ihres Alkoholkonsums
Den Konsum des Alkohols selbst bereut Hella von Sinnen weniger als sein Ergebnis: ihr eigenes Verhalten gegenüber anderen Menschen. „Ich bereue vieles. Vor allem bereue ich meine unverschämte, arrogante Art, die ich im Suff Menschen gegenüber an den Tag gelegt habe“, sagte sie. Der Alkohol habe Eigenschaften in ihr verstärkt, die sie heute scharf ablehnt. „Dafür hasse ich den Suff.“
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In dem Interview sprach sie auch über weitere Schicksalsschläge, die sie in den letzten Jahren erlitten hat. So nämlich auch über einen Vorfall vor rund zwei Jahren. Bei einem Bühnensturz im Jahr 2024 brach sie sich beide Beine und verbrachte mehrere Monate im Krankenhaus, gefolgt von einer langen Reha.
Hella von Sinnen lebt seit den 70er-Jahren in Köln
„Das Knie wurde besonders schwer verletzt, musste später noch einmal operiert werden. Ich bin deswegen sehr vorsichtig beim Gehen“, sagte sie. Ihr TV-Comeback gab sie Ende März 2026 in der RTL-Sendung „Wer weiß wie wann was war“ – und das erstmals wieder ohne Rollstuhl.
Hella von Sinnen wurde als Hella Kemper in Gummersbach geboren, zog jedoch bereits gegen Ende der 70er-Jahre nach Köln, wo sie noch heute lebt. Hier studierte sie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik sowie Pädagogik, verließ die Uni aber ohne Abschluss.
Durch ihr Mitwirken in Theatern und Kabarettgruppen wurde sie jedoch bald bekannt und erhielt Auftritte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Zu ihren engsten Freunden in der Domstadt gehören der Moderator Jürgen Domian und der verstorbene Dirk Bach.
