
„Rheinmetall entwaffnen“
Aktivisten besetzen Kölner CDU-Zentrale – Polizei im Einsatz
27.01.2026 – 08:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Polizeieinsatz an der Kölner CDU-Zentrale: In der Innenstadt haben mehrere Aktivisten die Räume der Partei besetzt.
Rund ein Dutzend Aktivisten der Gruppe „Rheinmetall entwaffnen“ hat am Montagnachmittag die Parteizentrale der Kölner CDU in der Innenstadt besetzt. Das erklärte die Partei in einer Pressemitteilung. Die Aktivisten hätten sich unter falschem Vorwand Zutritt zur Kreisgeschäftsstelle verschafft und wollten mit der Parteiführung sprechen, erklärte die CDU weiter.
Die Kölner Polizei bestätigte einen Einsatz am Montagnachmittag. Ermittelt werde wegen Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Die Einsatzkräfte konnten die Aktivisten nach rund zwei Stunden aus der Zentrale führen. Zum Zeitpunkt der Besetzung hatten sich zwei Mitarbeiter in der Parteizentrale befunden, teilte die Kölner CDU mit.
Die Kreisvorsitzende Serap Güler verurteilte die Aktion scharf: „Als CDU Köln verurteilen wir diese Form des Protests aufs Schärfste. Wer für sich für Rechtsstaatlichkeit einsetzen will, aber gleichzeitig Recht und Ordnung mit Füßen tritt, entlarvt sich selbst als undemokratisch.“ Man halte Meinungsverschiedenheiten aus und stehe jederzeit zum Dialog zur Verfügung.
„Hausfriedensbruch und Drohungen gegenüber unseren Mitarbeitern werden allerdings nie dazu führen, dass ein vernünftiges Gespräch entsteht. Insbesondere verurteilen wir, dass unsere Mitarbeiter dieser einschüchternden Situation ausgesetzt wurden“, so Güler weiter. Die Partei werde den Vorfall strafrechtlich verfolgen lassen.
Laut einem Video, das „Rheinmetall entwaffnen“ in den sozialen Medien veröffentlichte, ging es bei der Aktion um die Lage im kurdisch verwalteten Teil von Nordsyrien. Die genauen Hintergründe der Aktion sind allerdings unklar.











