
Weltkriegsbomben in Köln
Blindgänger entschärft – Sperrungen aufgehoben
Aktualisiert am 28.11.2025 – 02:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Aufatmen in Köln-Gremberghoven: Zwei Weltkriegsbomben sind erfolgreich entschärft worden. Zuvor mussten 6.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sind in der Nacht zu Freitag in Köln erfolgreich entschärft worden. Rund 6.000 Menschen konnten gegen 1.20 Uhr in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Bei Sondierungsarbeiten waren im Bereich der Cherusker-/Cimbernstraße zwei englische Zehn-Zentner-Bomben mit Aufschlagzünder entdeckt worden – direkt neben Wohnhäusern. Das Ordnungsamt der Stadt Köln und der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf legten daraufhin einen Evakuierungsradius von 500 Metern fest.
Am Nachmittag hatten Mitarbeiter der Stadt mit Klingelrundgängen begonnen, um Anwohner zu informieren. Betroffen waren unter anderem der Bahnhofsplatz, die Hohenstaufenstraße, Frankenstraße, Humboldstraße, Ottostraße und Konrad-Adenauer-Straße sowie Bereiche entlang der Bahnschienen in Gremberghoven.
Auch die Hauptverwaltung der Deutz AG liegt nach Informationen der Kölner Lokalredaktion von t-online im Evakuierungsbereich. Die Mitarbeiter wurden per E-Mail informiert. Eine Anlaufstelle wurde in der Kopernikusschule an der Bonner Straße 40 eingerichtet. Hunde und andere Tiere waren dort allerdings nicht gestattet.
Knapp 220 Kräfte der Feuerwehr, des Ordnungsamts und anderer Behörden waren vor Ort. Gegen 23.45 Uhr erteilte die Stadt die Freigabe zur Entschärfung. Rund anderthalb Stunden später kam die erlösende Nachricht: Beide Blindgänger waren erfolgreich entschärft. Die Bomben wurden abtransportiert, alle Sperrungen aufgehoben.
Wegen der Entschärfung war eine wichtige Eisenbahnstrecke gesperrt worden. Die Strecke zwischen Köln Airport/Businesspark und Köln-Porz war für S-Bahnen sowie den Fern-, Regional- und Güterverkehr nicht befahrbar. Die meisten Fern-, Regional- und Güterzüge, die von Köln-Deutz rechtsrheinisch Richtung Bonn und Frankfurt/Main fahren, mussten zeitweise umgeleitet werden, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte.
Die Linien S 12, RE 9 sowie alle Fernverkehrszüge wurden über Köln/Bonn Flughafen umgeleitet. Dabei sei es zu geringfügigen Verspätungen von rund zehn Minuten gekommen, erklärte ein Bahnsprecher. Die Linien RE 6 und RE 8 begannen oder endeten in Köln Messe/Deutz und fielen zwischen Köln Messe/Deutz und Troisdorf aus.
Auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen: Die S-Bahn fuhr an der Haltestelle Steinstraße ohne Fahrgastwechsel durch. Die Busse der Linien 151, 152 und 154 fuhren die Haltestellen Theodor-Heuss-Straße, Steinstraße, Stresemannstraße und Am Hochkreuz nicht an. Nach der erfolgreichen Entschärfung läuft der Zugverkehr wieder ohne Einschränkungen.









