„Klopp macht jetzt, was er will“
Ex-Nationalspieler rechnen mit dem DFB ab
19.07.2026 – 13:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Felix Magath und Stefan Effenberg greifen nach dem deutschen WM-Aus die DFB-Führung scharf an. Dabei rückt nicht nur Präsident Bernd Neuendorf in die Kritik.
In der Sport1-Sendung „Doppelpass“ haben die früheren Nationalspieler Felix Magath und Stefan Effenberg den Deutschen Fußball-Bund nach dem WM-Aus scharf kritisiert. t-online-Kolumnist Effenberg forderte die Ablösung von Präsident Bernd Neuendorf. Magath bezeichnete die Verpflichtung von Julian Nagelsmann 2023 als „krasse Fehlentscheidung“.
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Der frühere Bayern-Kapitän Effenberg richtete seinen Vorwurf direkt an die DFB-Spitze: „Die ducken sich weg. Weil ganz Fußball-Deutschland redet über Klopp (Jürgen Klopp, Anm. d. Red.). Das haben sie clever gemacht.“ Und weiter: „Aber im Endeffekt steht Neuendorf genauso in der Verantwortung. Und da müsste eigentlich auch bei den nächsten Wahlen die Konsequenz gezogen werden.“
„Klopp macht jetzt, was er will“
Magath hält Jürgen Klopp für die richtige Wahl als neuen Bundestrainer. Dessen Berufung sei aber eine rein politische Entscheidung. Der 72-Jährige sagte: „Alle sind begeistert. Alle sagen: Jürgen Klopp muss es machen. Aber wie kann ich mich in eine so alternativlose Situation begeben wie der DFB? Klopp macht jetzt, was er will.“
Nagelsmanns Amtszeit beurteilte Magath ebenfalls kritisch: „Eine krasse Fehlentscheidung. Ich kann ihm keinen Vorwurf machen. Aber er war einfach völlig überfordert.“ In den drei Jahren, in denen er Bundestrainer war, sei „nie etwas vor sich gegangen. Wir haben uns 2024 die Europameisterschaft schöngeredet. Die war ja auch nix. Toni Kroos hat ihn gerettet damals. Nicht er und seine fachlichen Fähigkeiten.“ Und deshalb müsse für „diese Fehlentscheidung irgendjemand die Verantwortung übernehmen“, so Magath.
