Während des Endspiels

Donald Trump tätschelt WM-Pokal – Kritik von ZDF-Kommentator


Aktualisiert am 19.07.2026 – 22:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Abgeschottet hinter Glas: US-Präsident Donald Trump (links) mit Fifa-Präsident Gianni Infantino. (Quelle: Julio Cortez/ap)

Das Finale war das erste WM-Spiel, das US-Präsident Donald Trump im Stadion besuchte. Dabei ließ er sich kurzerhand den Pokal reichen. Vom Kommentator gab es deutliche Kritik.

Kurz vor dem Anpfiff des WM-Finales ist US-Präsident Donald Trump im MetLife Stadium eingetroffen. Nach seiner Landung mit einem Hubschrauber in East Rutherford vor den Toren New Yorks nahm Trump zum Abschluss der Zeremonie mit seiner Ehefrau Melania und Fifa-Präsident Gianni Infantino in der Loge Platz. Während der Nationalhymne fing die Kamera Trump ein, was vereinzelt zu Pfiffen und „USA“-Rufen führte.

In der Anfangsphase des Spiels zeigten die TV-Bilder, wie Brasiliens früherer Weltmeister Ronaldo Trump den Goldpokal brachte. Der tätschelte die Trophäe, die er nach dem Spiel dem Kapitän des Siegers überreichen sollte. ZDF-Kommentator Oliver Schmidt holte danach zu einer deutlichen Kritik gegen Infantino und Trump aus: „Fasziniert von der Macht und von sich selbst“, sagte er im Live-Kommentar.

Trump hatte die Stadien während des Turniers gemieden, war aber durch den Skandal um die zurückgenommene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun lange präsent. Der 80-Jährige hatte Infantino angerufen und um eine Neubewertung der Roten Karte gebeten. Die Disziplinarkommission des Weltverbands Fifa setzte die Sperre tatsächlich zur Bewährung aus. Es folgte ein Sturm der Entrüstung, Balogun kam im Achtelfinale gegen Belgien zum Einsatz, doch die USA verloren das Spiel deutlich (1:4).

Im Video | US-Schauspieler überrascht bei WM-Finale

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Quelle: MagentaTV

Bereits zwei Tage vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien hatte Trump im Trump Tower in New York seine Sicht auf die Fußball-WM verbreitet. „Ich dachte, wir seien kein Fußball-Land. Es stellte sich heraus, dass wir eines sind. Ich glaube, das wird so bleiben“, sagte Trump und sprach direkt die nächste Bewerbung für das Großereignis aus. „Diese WM war so erfolgreich, dass wir die USA einfach noch einmal auswählen sollten“, sagte er: „Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada außen vor.“

„Dies war und ist nicht nur die großartigste Weltmeisterschaft aller Zeiten. Es ist das großartigste menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit je erlebt und gesehen hat“, sagte Infantino zu diesem Anlass und wandte sich an Trump, der zwar „keine Komplimente“ brauche, „aber diese Weltmeisterschaft wäre ohne Sie nicht so ein unglaublicher Erfolg gewesen“.

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