Wahlkrimi in der Region Hannover
Nur acht Stimmen entscheiden Bürgermeisterwahl
27.09.2026 – 22:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Bis zum letzten Wahlbezirk liegt Daniel Stein noch vorn. Dann kippt die Stichwahl in Wennigsen – am Ende trennen die Kandidaten nur acht Stimmen.
Die Bürgermeisterwahl in Wennigsen ist erst mit dem allerletzten Ergebnis gekippt. Nach Auszählung aller 31 Wahlbezirke liegt Amtsinhaber Ingo Klokemann (SPD) mit gerade einmal acht Stimmen vor seinem Herausforderer Daniel Stein von der Wählergemeinschaft „Für gesamt Wennigsen!“ (FW!).
Nach dem vorliegenden vorläufigen Endstand erhielt Klokemann 3.391 Stimmen, Stein kam auf 3.383 Stimmen. Das entspricht 50,06 zu 49,94 Prozent.
Dabei sah es unmittelbar zuvor noch nach dem umgekehrten Ausgang aus: Nach 30 von 31 ausgezählten Wahlbezirken führte Stein noch mit sechs Stimmen. Erst das zuletzt eingegangene Ergebnis drehte die Reihenfolge. Aus sechs Stimmen Rückstand wurden für Klokemann acht Stimmen Vorsprung – der letzte Bezirk verschob den Saldo damit um 14 Stimmen zugunsten des Amtsinhabers.
Deutlich weniger Menschen stimmen bei Stichwahl ab
Insgesamt gaben 6.803 der 11.543 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 58,94 Prozent. 29 Stimmen waren ungültig, sodass 6.774 gültige Stimmen in das Ergebnis eingingen.
Damit beteiligten sich deutlich weniger Menschen als beim ersten Wahlgang zwei Wochen zuvor. Damals lag die Wahlbeteiligung bei rund 74 Prozent. Klokemann hatte am 13. September mit 48,98 Prozent noch einen deutlichen Vorsprung vor Stein mit 40,78 Prozent gehabt.
Klokemann ist seit 2021 Bürgermeister der Gemeinde. Damals hatte er die Stichwahl gegen Ulrike Schubert mit 4.382 zu 4.090 Stimmen gewonnen – mit 292 Stimmen Vorsprung also wesentlich deutlicher als diesmal.












