Die private Rettungsinitiative steht derweil zunehmend unter Druck: Das neue Rettungskonzept hat bisher kein grünes Licht von den Behörden bekommen.
8.18 Uhr: Für die Bucht mit dem gestrandeten Wal wird für Sonntagmittag ein deutlich steigender Wasserstand vorhergesagt. Die Situation werde ähnlich sein wie am Montag, als das Tier von selbst losschwamm, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) in Kirchdorf auf Poel. „Es kann auch genauso gut sein, dass der Wal sich wieder losmacht.“
Um zu verhindern, dass er sich dann noch weiter in das Flachwassergebiet bewegt, sollen hinter ihm große Sandsäcke, sogenannte Big Bags, als Barriere aufgestellt werden. Am Samstagmorgen werden die ersten Big Bags auf eine Ponton verladen.
5.30: Uhr: Laut „Bild: wird das Wasser den Buckelwal wieder niedriger. Um 4.45 Uhr lag der Pegel in der Lübecker Bucht bei zwei Zentimetern unter Normalhöhennull (NN). Im Laufe der nächsten Stunden soll er laut Prognose des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie auf bis zu 35 Zentimeter unter NN sinken. Erst am Sonntag soll der Pegel wieder steigen.
22.20 Uhr: Das neue Rettungskonzept für den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee hat bisher kein grünes Licht von den Behörden bekommen. Es seien noch immer einige Fragen zu klären, sagte ein Sprecher von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Abend.
Die Tierärztin der privaten Rettungsinitiative, Kirsten Tönnies, hatte zuvor vage von der jüngsten Lagebesprechung mit den Behörden berichtet. Es gebe, soweit sie das mitbekommen habe – außer kleinen Dingen – für das System grünes Licht. „Wenn ich das richtig verstanden habe“, setzte sie hinterher.
Das Konzept sieht vor, den tonnenschweren Meeressäuger von seinem jetzigen Liegeplatz im flachen Wasser durch eine eigens gegrabene, mehr als 100 Meter lange Rinne zu einem großen, absenkbaren Lastkahn zu bewegen. Durch eine geöffnete Klappe am Heck soll das Tier in den mit Wasser gefüllten Kahn schwimmen oder bugsiert werden. „Notfalls müssen wir diese Hilfsmittel, diese weichen Schlingen, mit dazunehmen, vielleicht kriegen wir’s auch so hin“, sagte Tönnies. Dann sei der Wal wie in einer Art riesigem Aquarium.











