Niedrigwasser hält an
Historisch tiefer Pegel: Kaum noch Schiffe auf dem Rhein in Köln
13.08.2026 – 14:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Rhein bei Köln ist auf historischem Tief, der Pegel fällt weiter. Auf dem sonst vollen Strom prägen lange Lücken und fast leere Schiffe das Bild.
Auf dem Rhein bei Köln ist der Schiffsverkehr wegen des extremen Niedrigwassers inzwischen stark zurückgegangen. Am Donnerstagmittag lag der Rheinpegel bei 49 Zentimetern. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein sind auf dem sonst vielbefahrenen Strom nur noch wenige Schiffe unterwegs.
„Die Schifffahrt wird sich von selbst einstellen“, sagte der Außenbezirksleiter Markus Neumann der Deutschen Presse-Agentur. Zwar dürften Schiffe weiterhin fahren. Für viele lohne sich die Fahrt wirtschaftlich aber kaum noch.
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Am Donnerstagmorgen seien die langen Pausen zwischen einzelnen Schiffen besonders auffällig gewesen, sagte Neumann. Auch ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete nur wenig Schiffsverkehr. An den Eichmarken lasse sich zudem erkennen, dass viele der noch fahrenden Schiffe bei Köln nahezu leer unterwegs seien.
Pegel in Köln auf historischem Tiefstand
Am Pegel Köln wird derzeit beinahe täglich ein neuer historischer Tiefstwert gemessen. Nach Einschätzung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes könnte der Pegel bis Sonntag auf 47 Zentimeter sinken. Damit läge er 22 Zentimeter unter dem bisherigen historischen Tiefststand vom 23. Oktober 2018.
„Der Tiefstpunkt ist nicht nur ein bisschen unterboten, sondern es hat einen ganz richtigen Sprung nach unten gemacht“, sagte Neumann. Schon jetzt liegt der Wasserstand deutlich unter dem damaligen Rekordwert von 69 Zentimetern.
Viele Schiffe kommen kaum noch durch
Der Pegelstand am Ufer entspricht nicht direkt der Tiefe der Fahrrinne. Diese liegt in Köln nach Angaben des Amtes rund 1,11 Meter tiefer. Bei einem Pegel von 47 Zentimetern wären das etwa 1,58 Meter Wassertiefe in der Fahrrinne.
Für viele Schiffe ist aber auch das zu wenig. Sie sollten mindestens rund 20 Zentimeter Wasser unter dem Kiel haben, damit sie durch Wasserbewegungen anderer Schiffe nicht aufsetzen.
„1,38 Meter – das haben die meisten Schiffe schon, wenn sie leer sind“, sagte Neumann. Für voll beladene Frachter bleibt damit kaum noch Spielraum.












