
Studie zeigt
Katzen begrüßen Männer anders als Frauen
Aktualisiert am 04.01.2026 – 11:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Katzen reagieren auf Menschen geschlechtsabhängig unterschiedlich. Das zeigt eine aktuelle Studie.
Sie glauben, Ihre Katze begrüßt Sie genauso wie Ihre Partnerin oder Ihren Partner? Das ist nicht der Fall, wie eine Studie rund um die Tierärztin Yasemin Salgirli Demirbas von der Universität Ankara zeigt. Zusammen mit ihren Kollegen hat sie herausgefunden, dass die Samtpfoten sich bei Männern anders verhalten als bei Frauen. Die Studie wurde im Fachblatt „Ethology“ veröffentlicht.
Für den Versuch haben die Forscher Katzenbesitzer mit kleinen Kameras ausgestattet. Diese filmten die ersten 100 Sekunden, nachdem die Besitzer durch die Tür gekommen sind. Die Katzen waren erwachsen, und der Versuch fand im vertrauten Alltag der Katzen über mehrere Wochen statt. Die Katzen waren sowohl rein- als auch gemischtrassig, alleinlebend oder in einer kleinen Gruppe.
Das Ergebnis: Insgesamt konnten die Forscher an den Katzen 22 verschiedene Verhaltensweisen beobachten. Sie reichten von einem aufgestellten Schwanz über das Anstupsen bis hin zu Stresssignalen wie Gähnen oder Kratzen. Auffällig war jedoch, dass im Schnitt die Katzen ihre männlichen Bezugspersonen häufiger mit einem Miauen oder anderweitig lautstark begrüßten als weibliche. Im Schnitt miauten sie in den ersten 100 Sekunden bei Männern 4,3-mal, bei Frauen hingegen nur 1,8-mal. Das Geschlecht oder Alter der Katzen spielten dabei genauso wenig eine Rolle wie das Alter des Menschen.
Salgirli vermutet, dass das Verhalten der Katzen von dem Verhalten ihrer Halter abhängt. So reden Frauen mit ihren Katzen häufig, verstehen die Laute besser und ahmen diese häufiger nach. Männer dagegen sprechen weniger mit ihren Tieren, sodass Katzen deutlichere Lautsignale einsetzen müssen, um wahrgenommen zu werden.
Katzen nutzen also einen cleveren Anpassungstrick, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Weitere Begrüßungen sind:
Zwei Haken hat die Studie allerdings: Es wurden lediglich 31 Katzen untersucht. Und auch die Abwesenheitsdauer sowie die ethnische Herkunft der Halter wurden nicht berücksichtigt. Dennoch können die Ergebnisse wichtige Informationen in puncto Verhalten und Wohlbefinden der Stubentiger liefern.
Die Forscher betonen daher, dass es sich nur um eine Pilotstudie handelt und noch weitere Studien nötig sind.











