
Im Idealfall lassen sich Schübe sogar ganz verhindern – etwa, indem man ihre typischen Auslöser konsequent bekämpft. Einer davon ist Stress. Was dagegen hilft, müsse aber jeder selbst wissen: „Das ist sehr individuell – wer mit Meditation nichts anfangen kann, kommt vielleicht mit Yoga oder Sport generell besser zurecht“, erklärt Liebich.
Generell gehört zu einem guten Umgang mit Neurodermitis, die Krankheit zu kennen und auf typische Probleme vorbereitet zu sein – Allergien etwa. „Grundsätzlich geht Neurodermitis nicht mit Allergien einher, Betroffene haben aber ein höheres Allergiepotenzial“, sagt Liebich. Zudem haben Patienten oft mehr mit Hautproblemen zu kämpfen, die alle Menschen haben, so der Experte: „Trockene Haut im Winter zum Beispiel.“
Hautpflege generell ist bei Neurodermitis ohnehin ein wichtiges Thema. Wenn die Neurodermitis im Erwachsenenalter zurückkehrt oder zuerst auftritt, kann das eine Umstellung der Routine bedeuten, rät die DHA – etwa, weil sich Betroffene mehr und anders eincremen müssen oder die Lieblings-Bodylotion plötzlich eher schadet als nützt.
Welche Pflege die richtige ist, und welche Medikamente und sonstigen Gegenmaßnahmen noch sinnvoll sind, weiß im Zweifelsfall der Arzt. Gerade Erwachsene müssen oft erst lernen, diese Hilfsmittel dann auch zu nutzen, sagt Liebich: „Wichtig ist, erste Anzeichen von Schüben sofort zu bekämpfen, indem man zum Beispiel die verschriebenen Medikamente anwendet – und nicht zu denken, dass das von alleine wieder verschwindet.“











