Bergunfall im Karwendel

Fels bricht weg: Münchner stürzt 130 Meter in den Tod


Aktualisiert am 14.06.2026 – 13:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Hubschraubereinsatz der Bergwacht (Symbolbild): Für einen jungen Mann kam am Samstag jede Hilfe zu spät. (Quelle: IMAGO/Jan Eifert/imago)

Das Karwendel bei Mittenwald ist eine beliebte bayerische Ausflugsregion. Am Samstag endete dort eine Klettertour zweier junger Männer tragisch.

Bei einem Bergunfall im Karwendel ist am Samstagnachmittag ein 22 Jahre alter Mann aus München ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich im Bereich des Schöttelturms nahe der Viererspitze bei Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die Gegend zählt zu den bekannten Touren- und Ausflugsregionen in den bayerischen Alpen und ist auch von München aus gut erreichbar.

Nach Angaben der Polizei war der Mann gemeinsam mit einem ebenfalls 22 Jahre alten Begleiter unterwegs. Die beiden bildeten eine Seilschaft und kletterten auf den sogenannten Schöttelturm. Die Tour führte über anspruchsvolle und teils ausgesetzte Kletterstellen.

Fels bricht ab – Mann stürzt 130 Meter tief

Nach dem Erreichen des Gipfels seilte sich zunächst einer der beiden Männer ab. Nach der ersten Abseillänge wollte der später Verunglückte den weiteren Abstieg in leichterem Gelände seilfrei fortsetzen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand brach dabei ein Fels ab, der dem 22-Jährigen als Halt diente. Der Münchner stürzte daraufhin rund 130 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände ab. Er erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Ein Schild warnt Wanderer am Karwendel vor Absturzgefahr. (Quelle: IMAGO/Michael Nguyen/imago)

Unglück im Karwendel: Zahlreiche Retter im Einsatz

Die alarmierte Bergwacht Mittenwald und der Notarzt eines Rettungshubschraubers konnten nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen. Nach Polizeiangaben war die Seilschaft für die geplante Tour entsprechend ausgerüstet.

Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Bergwacht Mittenwald, zwei Einsatzkräfte des Kriseninterventionsdienstes Berg sowie ein Rettungshubschrauber. Für die Unfallaufnahme und die Bergung des Verstorbenen wurden außerdem ein Polizeihubschrauber und zwei Beamte der zuständigen Alpinen Einsatzgruppe hinzugezogen.

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang werden nun durch einen staatlich geprüften Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe West der Grenzpolizeiinspektion Murnau geführt.

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