Sie kommt aus Köln
In Syrien festgehaltene Journalistin zurück in Deutschland
Aktualisiert am 19.06.2026 – 17:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Die seit Januar in Syrien festgehaltene Kölner Journalistin Eva Maria Michelmann ist einem Bericht zufolge wieder in Deutschland. Das berichtet der „Spiegel“.
Die seit Monaten in Syrien festgehaltene Kölner Journalistin Eva Maria Michelmann ist freigelassen worden und nach Deutschland zurückgekehrt. Das bestätigte ihr Anwalt, der Deutschen-Presse-Agentur. Zuerst berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Informationen aus dem Auswärtigen Amt. Demnach konnte Michelmann Syrien über ein Drittland verlassen und von dort aus nach Deutschland fliegen.
Nach Angaben des Nachrichtenmagazins war die deutsche Botschaft in Damaskus in den Fall eingebunden und hatte Michelmann konsularisch betreut. Auch die deutsche Botschaft in Beirut sowie die Zentrale des Auswärtigen Amtes in Berlin sollen sich dem Bericht zufolge gegenüber der syrischen Übergangsregierung für ihre Freilassung eingesetzt haben. Die Gespräche seien laut „Spiegel“ auch auf hochrangiger Ebene geführt worden.
Michelmann zusammen mit kurdischem Kameramann verschwunden
Michelmann war am 18. Januar in der nordsyrischen Stadt Raqqa verschwunden. Sie war dort nach Angaben ihrer Familie als Journalistin unterwegs – gemeinsam mit dem kurdisch-türkischen Kameramann Ahmed Polad. Raqqa war lange von den kurdisch dominierten „Demokratischen Kräften Syriens“ (SDF) kontrolliert worden. An dem Tag ihres Verschwindens hatten regierungsnahe islamistische Milizen und Einheiten der syrischen Übergangsregierung die Stadt sowie weitere überwiegend arabische Gebiete übernommen.
Die Kölner Lokalredaktion von t-online hatte zuvor mehrfach über den Fall der aus Köln stammenden Journalistin berichtet. Zunächst galt Michelmann über Wochen als vermisst. Später gab es Hinweise, dass sie sich in syrischer Haft befinden könnte. Für ihre Angehörigen in Köln war lange unklar, wo sie festgehalten wurde und wie es ihr ging.











