Nach ESC-Finale
Sarah Engels‘ Management verbannt Journalistin aus Presserunde
29.05.2026 – 12:18 UhrLesedauer: 4 Min.

Nach dem ESC berichtet eine Journalistin von Druck durch das Management von Sarah Engels. Es geht um gelöschte Videos, eine umstrittene Aussage und den Ausschluss von einer Presserunde.
Eigentlich sollte der Eurovision Song Contest (ESC) in Wien für Sarah Engels längst abgehakt sein. Doch knapp zwei Wochen nach dem Finale steht der Auftritt der Kölner Sängerin erneut in der Kritik – dieses Mal wegen Vorwürfen gegen ihr Management.
Nach dem ESC erhebt die Journalistin Sonja Riegel Vorwürfe gegen das Management der Kölnerin und deutschen Finalistin. In einem Instagram-Beitrag vom 19. Mai schildert Riegel mehrere Vorfälle während der ESC-Woche, bei denen aus ihrer Sicht Druck auf sie als Berichterstatterin ausgeübt worden sei.
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Ausgangspunkt war demnach ein Interview, das Engels am 11. Mai im Pressezentrum dem Podcast „Merci, Chérie“ gegeben hatte. Riegel war nach eigenen Angaben an dem Gespräch beteiligt, filmte das Interview und veröffentlichte es anschließend als Kollaboration auf den YouTube-Kanälen von „bleistiftrocker.de“ und „Merci, Chérie“. Zudem teilte sie einzelne Ausschnitte, sogenannte Snippets, auf weiteren Social-Media-Kanälen.
Vor allem für eine Aussage aus dem Interview erntete die Journalistin Kritik – und auch Sarah Engels selbst. Auf die Frage, wie feministisch Engels sei, antwortete die Sängerin laut Riegel zunächst: „Feministisch würde ich nicht sagen, weil ich habe einen ganz tollen Mann, und ich mag auch Männer.“ Bei Social Media und in den Medien wurde der Satz mehrfach aufgegriffen. Engels erntete einen Shitstorm.
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Engels‘ Management erhebt Vorwürfe gegen Journalistin
Am Donnerstag (14. Mai), nur wenige Minuten vor dem Beginn des zweiten Halbfinales, habe sich dann das Management von Sarah Engels per Telefon bei Riegel gemeldet. Nach Angaben der Journalistin habe es sie aufgefordert, die Videos mit der Feminismus-Aussage von Engels von ihren Kanälen zu entfernen. Dabei seien sinngemäß auch Vorwürfe erhoben worden, Riegel löse mit ihrer Arbeit negative Berichterstattung aus und gefährde den Erfolg des deutschen ESC-Beitrags.
In dem Gespräch sei nach Riegels Darstellung zudem ein weiteres Thema angesprochen worden: ein früheres Video von ihr zu Sarah Engels‘ Aufenthalt in Südafrika. Engels hatte im Vorfeld des ESC ihren Song mit einheimischen Schulkindern in Südafrika beworben. Dafür wurde sie kritisiert – unter anderem wegen White-Saviorism-Vorwürfen (auf Deutsch: weißes Rettertum, Anm. d. Red.) und der unverpixelten Darstellung der Kinder. Riegel hatte Engels dazu nach eigenen Angaben bereits im April beim „Eurovision in Concert“ in Amsterdam befragt. Die Antwort der Sängerin bezeichnete sie als ausweichend; sie sei später ebenfalls an mehreren Stellen aufgegriffen und zitiert worden.
