2:1 gegen Deutschland
„Hamburger Jung“ glänzt bei Ecuadors WM-Überraschung
26.06.2026 – 09:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Vom SV Rönneburg bis zur WM mit Ecuador: John Yeboahs Weg verlief alles andere als geradlinig. Wie der Hamburger zum Helden in Südamerika wurde.
Er kam in Hamburg zur Welt, begann seine Laufbahn beim SV Rönneburg – und steht mit Ecuador in der K.-o.-Phase der Weltmeisterschaft. John Yeboah verpasste der DFB-Elf am Donnerstag beim überraschenden 2:1-Sieg einen herben Dämpfer.
85 Minuten lang stand der „Hamburger Jung“ auf dem Rasen, beschäftigte als Rechtsaußen dabei vor allem die linke Seite von David Raum und Florian Wirtz. Vom Fachmagazin „Kicker“ gab es für die Leistung die Note 2,5, damit gehörte der 26-Jährige zu den besten Spielern Ecuadors. Durch den Sieg hat es das südamerikanische Land erst zum zweiten Mal überhaupt über die Vorrunde hinaus geschafft.
30 Einsätze für DFB-Junioren
Bei der WM ist John Yeboah unumstrittener Stammspieler. In jedem Spiel stand er in der Startelf von „La Tri“. Überhaupt ist der Wilhelmsburger seit seinem Debüt 2024 nicht aus Ecudors Nationalmannschaft wegzudenken. Gleiches galt früher für ihn bei den DFB-Junioren: Von 2016 bis 2019 lief Yeboah 30 Mal für die deutschen U-Nationalmannschaften auf, schoss dabei auch zehn Tore.
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Beim VfL Wolfsburg galt der Flügelstürmer zu dieser Zeit als der kommende Star. 2016 wechselte John Yeboah in den Nachwuchs der „Wölfe“, zwei Jahre später beorderte ihn Trainer Bruno Labbadia nach starken Leistungen zu den Profis. Am 3. November 2018 debütierte der damals 18-Jährige gegen den BVB, eine Woche darauf durfte er im Derby gegen Hannover 96 erstmals eine komplette Halbzeit lang spielen. Im DFB-Pokal kam Yeboah ebenfalls einmal zum Einsatz.

Doch der Durchbruch blieb ihm verwehrt, es blieben seine einzigen drei Pflichtspiele für den VfL Wolfsburg. 2020 wechselte Yeboah zu Willem II in die Niederlande, durchsetzen konnte er sich allerdings auch dort nicht. Nach einigen glücklosen Leihen führte der Weg des Angreifers in die polnische erste Liga. Dort überzeugte er bei Śląsk Wrocław und Raków Częstochowa, was nicht nur den FC Venedig aus Italiens Serie A auf den Plan rief, sondern auch Ecuadors Verband – das Heimatland seiner Mutter.











