Neuer CEO
Tim Cooks schweres Erbe: Was Ternus bei Apple erwartet
Aktualisiert am 31.08.2026 – 12:42 UhrLesedauer: 3 Min.
John Ternus übernimmt den Chefposten bei Apple – und gibt beim iPhone-Event seinen Einstand. Der Hardware-Experte tritt ein schweres Erbe an.
Wenn Apple am 9. September frische iPhones vorstellt, wird auch ein neuer Konzernchef seinen Einstand geben. John Ternus, mit 51 ein Jahr älter als Apple selbst, übernimmt am 1. September den Spitzenjob. Er war bisher für Geräte zuständig. So ist es auch passend, dass zu seinen ersten Ankündigungen im neuen Job laut Medienberichten der Einstieg von Apple ins Geschäft mit faltbaren Smartphones gehören soll.
Ternus gilt als kompetent, fokussiert und kreativer Problemlöser. In seiner Freizeit fahre er gern mit seinem Porsche auf der kalifornischen Rennstrecke Laguna Seca und komme auf respektable Rundenzeiten von unter einer Minute und 40 Sekunden, berichtete das „Wall Street Journal“.
- Datum bekannt: Diese Geräte werden beim nächsten Apple-Event erwartet
- Kartendienst: Apple Maps startet Werbeanzeigen
Zur hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC im Juni signalisierte Apple neue Offenheit und schickte den designierten Firmenchef Ternus auf eine Willkommensparty für Journalisten. Das Bad in der Menge endete damit, dass er für ein Selfie nach dem anderen posierte, mit stets strahlendem Lächeln.
Ternus beerbt auf Apples Chefsessel Tim Cook, der den Posten vor ziemlich genau 15 Jahren vom todkranken Mitgründer Steve Jobs übernahm. Jobs ist die bestimmende Figur der Apple-Geschichte. In der Garage seiner Eltern lötete einst Mitgründer Steve Wozniak die Platinen der ersten Apple-Computer.

Nach seiner Rückkehr ins Unternehmen entstanden unter Jobs‘ Regie der iPod-Player, das iPhone und das iPad. Cook wurde als Nachfolger der Tech-Legende zunächst skeptisch beäugt. In seinen Jahren an der Spitze wurde Apple aber – auch dank der Popularität der unter Ternus‘ Verantwortung entwickelten Geräte – zu einer beispiellosen Geldmaschine.
Gerätewelt aus einem Guss
In der Cook-Ära stieg Apple ins Geschäft mit Computer-Uhren ein – und wurde aus dem Stand zur Nummer eins auf dem Markt. Das gelang dem Konzern auch mit den AirPods-Ohrhörern. Die Daten-Brille Vision Pro wurde zwar nicht zum Verkaufsschlager – was auch dem Preis ab 3.999 Euro geschuldet sein dürfte. Doch sie wird in Design und Medizin benutzt und kann eine Vorstufe zu leichten Brillen sein, die Nutzern Informationen in durchsichtige Gläser einblenden.
Cook-Kritiker bemängeln gelegentlich, unter seiner Führung habe Apple kein derart revolutionäres neues Produkt wie einst das iPhone herausgebracht. Ein selbstfahrendes Elektroauto hätte vielleicht ein solcher großer Wurf sein können. Apple gab jedoch die Arbeit an der Technik zum autonomen Fahren nach Ausgaben von angeblich rund zehn Milliarden Dollar auf, unter anderem im Angesicht übermächtiger Konkurrenz der Google-Schwesterfirma Waymo.









