„Das ist verdammt schwer“
Johann Lafer kann nicht mehr richtig essen
17.07.2026 – 19:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Johann Lafer spricht offen über seinen Krebs und die Strapazen der Chemotherapie. Im Podcast schildert er, welche Folgen ihn im Alltag am härtesten treffen.
Johann Lafer leidet an Lymphdrüsenkrebs. Das hatte der TV-Koch Ende Juni publik gemacht. Die Diagnose erhielt der 68-Jährige jedoch bereits vor zweieinhalb Jahren. „Das war ein Schock und traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel“, erklärte er in einem Statement auf Instagram. Seitdem spricht Johann Lafer immer mal wieder über sein Leben mit der Diagnose. Wie auch jetzt im Podcast „Rolling Pin Talks“.
Im Gespräch mit Ursula Macher sagte er, dass es ihm den Umständen entsprechend gut gehe. „Eine Therapie, die so gravierend ist, wie bei mir mit der Chemotherapie, hat zur Folge, dass es nicht jeden Tag gleich gut geht. Das sind Phasen.“ Mal seien sie besser, mal schlechter.
- TV-Koch Johann Lafer: Sein Krebs ist unheilbar
„Das Schlimmste für mich ist nicht die körperliche Konstruktion, sondern ich habe keinen Geschmack und kann nichts essen und habe offene Finger“, so Lafer weiter. Besonders die Einschränkungen beim Essen treffen ihn. Er lebe „für den guten Geschmack“. „Das ist verdammt hart.“ Das wünsche er niemandem, ob Koch oder nicht. Zudem muss Lafer nun beim Essen auf Hilfsmittel zurückgreifen. „Mit Strohhalm essen zu wollen oder zu jemandem zu sagen: ‚Kannst du mir das pürieren, weil ich es sonst nicht essen kann?‘ Das ist verdammt schwer.“
„Es hat mich dann befreit“
Die Krebserkrankung hatte Johann Lafer wenige Wochen nach einem Auftritt im „Fernsehgarten“ publik gemacht. Damals zeigte sich der Gourmet in der ZDF-Show völlig verändert, ohne Schnauzer und mit Kopfbedeckung. Schnell wurde in den Medien spekuliert.
Kurz darauf meldete er sich selbst zu Worte und sprach offen über seine Diagnose. Heute ist der 68-Jährige erleichtert, dass er nicht mehr lügen und sich Ausreden überlegen muss. „Es hat mich dann befreit, weil ich jetzt einfach dazu stehe“, so Lafer. „Ich schäme mich fast ein bisschen dafür, weil das mein persönliches Schicksal ist, das hat mit niemandem was zu tun. Aber vielleicht macht das auch Menschen Mut.“











