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Home » Jeder Vierte tappt laut Schufa-Umfrage in Fakeshop-Falle
Wirtschaft

Jeder Vierte tappt laut Schufa-Umfrage in Fakeshop-Falle

Von zeit-heute.deNovember 18, 20253 Min Gelesen
Jeder Vierte tappt laut Schufa-Umfrage in Fakeshop-Falle
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Jeder Vierte tappt laut Schufa-Umfrage in Fakeshop-Falle

Böse Überraschung

Jeder Vierte fällt auf diese Masche rein


18.11.2025 – 06:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Ältere Frau mit Enkelin am Computer (Symbolbild): Online-Betrug trifft inzwischen Millionen Verbraucher in Deutschland, doch diese wehren sich kaum dagegen.Vergrößern des Bildes

Onlinebetrug in Deutschland (Symbolbild): Er betrifft Millionen Verbraucher, doch diese wehren sich kaum dagegen. (Quelle: Alex Potemkin/getty-images-bilder)

News folgen

Laut einer Schufa-Umfrage war bereits jeder vierte Deutsche Opfer digitaler Betrugsmaschen. Trotzdem zeigt sich, dass viele Betroffene nicht handeln.

Die Angebote locken, der Warenkorb füllt sich und am Ende kommt nie ein Paket an. Rund um den Black Friday steigt das Risiko, auf einen Fakeshop hereinzufallen. Eine aktuelle Schufa-Umfrage, die t-online exklusiv vorliegt, zeigt, wie verbreitet diese Masche inzwischen ist.

Demnach wurde bereits jeder Vierte (26 Prozent) Opfer von Onlinebetrug. Die häufigste Masche sind sogenannte Fakeshops. Hierbei handelt es sich um täuschend echt gestaltete Webseiten, die Produkte zu günstigen Preisen anbieten, aber diese nie liefern. Jedes dritte Opfer (32 Prozent) ist bereits auf einen solchen Internetbetrug hereingefallen.

Doch die Reaktion vieler Verbraucher überrascht: Nur 36 Prozent der Betroffenen gingen überhaupt zur Polizei. Nur etwa die Hälfte sprach darüber mit Freunden oder suchte Hilfe. Dabei kann der Schaden erheblich sein: 62 Prozent verloren bis zu 250 Euro, 17 Prozent zwischen 251 und 500 Euro und 7 Prozent sogar mehr als 1.000 Euro.

„Keine Randerscheinung mehr“

Josephine Ackerman, Bereichsleiterin bei der Schufa, warnt: „Onlinebetrug ist längst keine Randerscheinung mehr. Er betrifft Millionen Menschen und wird zunehmend professioneller organisiert. Besonders Fakeshops zeigen, wie raffiniert Täter mittlerweile vorgehen, um Vertrauen zu erschleichen. Dass viele Opfer den Betrug nicht melden, verschärft das Problem zusätzlich.“

Die Umfrage zeigt deutliche Wissenslücken: So gab fast die Hälfte der Betroffenen (49 Prozent) an, dass sie beim Bestellen keinerlei Verdacht schöpfte. 40 Prozent hielten das Angebot zwar für ungewöhnlich, rechneten aber nicht mit Betrug. Nur 8 Prozent bestellten trotz offener Zweifel.

Als Gründe gaben die Opfer vor allem an, dass das Webdesign vertrauenswürdig ausgesehen habe (35 Prozent) oder sie beim Onlineshopping bisher gute Erfahrungen gemacht hätten (31 Prozent). 30 Prozent gestanden aber auch, dass sie die Seriosität der Webseiten nur unzureichend geprüft hätten.

Viele Betroffene zeigen sich zudem unsicher darüber, wie sie Fakeshops überhaupt erkennen können. So trauen sich nur 51 Prozent zu, einen Betrug zuverlässig zu bemerken. Warnlisten von Polizei oder Verbraucherzentralen sind nur der Hälfte der Befragten überhaupt bekannt – und nur 5 Prozent nutzen sie regelmäßig. Dort lassen sich auch verdächtige Webseiten melden.

Neben Fakeshops zählen auch Scamming (23 Prozent) und Identitätsdiebstahl (22 Prozent) zu den häufigsten Betrugsarten. Besonders gefährlich: Beim Identitätsbetrug können Daten langfristig missbraucht werden.

  • Trading-Scam und Pig-Butchering: Auf diese Betrugsmasche fallen immer mehr Menschen herein

Unter Scamming versteht man eine Masche, bei der Kriminelle über das Internet Kontakt zu Menschen aufnehmen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Alternativ locken sie mit vermeintlichen Erbschaften oder Lottogewinnen. Auch falsche Rechnungen oder Mahnungen zählen zum Scamming.

Die Schufa rät Verbrauchern, besonders rund um den Black Friday und im Weihnachtsgeschäft aufmerksam zu bleiben. Wer online einkauft, sollte das Impressum eines Shops sorgfältig prüfen und Bewertungen nicht nur auf der jeweiligen Webseite, sondern auch auf unabhängigen Plattformen vergleichen. Zudem sei es ratsam, bei unbekannten Anbietern grundsätzlich keine Vorkasse zu leisten.

Wer bereits Opfer eines Fakeshops oder einer anderen Betrugsmasche geworden ist, sollte unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten. Zudem sei es wichtig, den eigenen Zahlungsdienstleister oder die Bank zu informieren, um mögliche Rückbuchungen oder Sperrungen zu prüfen. Handelt es sich um einen Identitätsbetrug, sollten Betroffene zusätzlich eine Meldung bei der Schufa machen. Auf diese Weise können Unternehmen, die Schufa-Partner sind, bei neuen Anträgen oder Vertragsabschlüssen gewarnt werden, sodass weiterer Schaden verhindert wird.

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