
„Da werden solche Kollateralschäden einfach in Kauf genommen. Das ist das, was ich verurteile“, so Dreesen. „Das kann nicht die Zukunft des europäischen Klubfußballs sein.“ Zu ändern seien diese Dinge aber nicht so einfach, weil eben die Polizei in den jeweiligen Städten über die Maßnahmen entscheidet, die die Auswärtsfans betreffen. „Die einzige Antwort ist meiner Meinung nach, dass dort dann keine Spiele mehr stattfinden dürfen. Das traut sich die Uefa aber natürlich nicht so ohne weiteres.“
Der Bayern-Boss kündigte trotzdem an, diese Zustände nicht weiter kampflos hinnehmen zu wollen. „Das Einzige, was wir probieren können, was ich probieren kann, ist, über die europäische Klubkommission (die European Club Association ECA; Anm. d. Red.) Einfluss auf die Uefa zu nehmen“, sagte Dreesen.
Nur über die Uefa könne man dann wiederum auf die jeweiligen Städte zugehen. „Wenn das in einer Stadt permanent vorkommt, dass mit Fans, die ja Gäste sind, so umgegangen wird, kann das nicht sein“, so Dreesen weiter. Erst recht könne es nicht sein, „dass auf die eingeprügelt wird. Dann müsste man sich doch die Frage stellen, warum dann solche Klubs aus solchen Städten überhaupt noch ein Heimrecht haben und nicht an einem neutralen Ort spielen müssen.“
Das sei natürlich „eine harte Maßnahme, die eigentlich keiner haben will“, so der 57-Jährige weiter. Deswegen sei man an diesem Punkt auch noch lange nicht. „Aber der aktuelle Trend, der in einigen Ländern Europas, momentan in den Niederlanden, aber nicht nur dort, vorherrscht – das ist nicht akzeptabel.“









