
Nahe deutscher Grenze
Jäger schießt Kollegen in den Kopf – tragisches Ende
Aktualisiert am 17.11.2025 – 07:28 UhrLesedauer: 1 Min.
Nur rund 30 Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt gibt ein Jäger einen Schuss ab. Was er nicht ahnt: Wenig später ist ein Kollege tot.
Bei einer Jagd im Westen Tschechiens hat ein Jäger einen anderen Jäger erschossen. Die Kugel traf den 67-Jährigen direkt in den Kopf, die Rettungskräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Der tödliche Zwischenfall ereignete sich am Samstagnachmittag nahe der Stadt Kladruby, etwa 60 Kilometer östlich der bayerischen Stadt Weiden in der Oberpfalz. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung auf, wie die Zeitung „Pravo“ berichtete.
Nach dem Unglück ordneten die Behörden eine Obduktion durch einen Rechtsmediziner an. Die Polizei führte bei allen Jagdteilnehmern Kontrollen auf Alkohol und andere Drogen durch. Diese fielen negativ aus. Warum der Jäger seinen Kollegen traf, ist bislang unklar.
Im selben Bereich kam es bereits Anfang August zu einem Jagdunfall. Damals schoss ein Jäger versehentlich auf einen Schatzsucher statt auf einen Fuchs. Der 44-Jährige hatte mit einem Metalldetektor eine Wiese nach wertvollen Gegenständen abgesucht. Ein Freund des Getroffenen hatte damals gesagt: „Mein Kamerad schaffte es noch kriechend ins Dorf, und dort hat man für ihn die Rettung gerufen.“ Der Mann überlebte.
Nach Angaben des nationalen Jagdverbands verfügen in Tschechien 88.584 Menschen über einen Jagdschein. Etwa 70.000 von ihnen sind tatsächlich aktiv.










