Neue Eskalationsstufe

„Jack the Ripper“ der Alpen schlägt zu


09.10.2026 – 19:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Gipfelkreuz auf dem Monte Pramaggiore (Archivbild): Mutmaßlich wurde es von einem Serientäter entfernt, der schon länger für Ärger sorgt. (Quelle: Facebook/CAI San Vito al Tagliamentos)

Ein Unbekannter hinterlässt in den Alpen seltsame Botschaften. Einige nennen den Serientäter in Italien bereits „Jack the Ripper“.

Zerrissene Gipfelbücher, merkwürdige Nachrichten – und eine neue Eskalationsstufe: In den italienischen Alpen treibt seit geraumer Zeit ein Unbekannter ein sonderbares Spiel. Medienberichten zufolge hat er bereits die Gipfelbücher sämtlicher Biwaks der Schiara-Gruppe beschädigt, außerdem trieb er demnach auf mehreren Bergen im Raum Belluno sein Unwesen.

Nun hat er laut dem Nachrichtenportal „Il Dolomiti“ den 2.478 Meter hohen Monte Pramaggiore in den der Friauler Dolomiten besucht. Das Ergebnis auch hier: ein zerfetztes Gipfelbuch – und eine verwirrende Botschaft. Der Bergwanderer mahnt in schwülstigen Worten zum Respekt vor den Bergen und der Natur, die „so unberührt wie die Madonna oder so weiß wie Schnee“ sei.

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Dieses Mal ging der Alpen-„Jack the Ripper“ einen Schritt weiter

Diese Botschaft ist nicht neu: In sozialen Medien kursieren schon länger Aufnahmen von Textpassagen, die der Unbekannte in den Bergen hinterlassen hat. In ihnen schreibt er unter anderem von einem Herz, das aus Schmerz vor den Spuren der Menschen fliehe, um von den Gipfeln aus doch wieder nur Abfall zu erblicken.

Doch so zerstörungswütig wie er es anderen vorwirft, ist der ominöse Gipfeldichter augenscheinlich auch selbst. Und das offenbar in sich steigerndem Maß: Auf dem Monte Pramaggiore hat er laut einer Ortsgruppe des italienischen Alpenvereins seine Wut nicht nur am Gipfelbuch ausgelassen, sondern auch noch das Gipfelkreuz aus dem Berg gerissen und entfernt.

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„Serien-Vandale“: Bergfreunde verweisen auf ernsten Hintergrund

An der Stelle, an der es bis vor Kurzem noch stand, klaffe jetzt eine Lücke im Fels. Das Kreuz ist laut Alpenverein verschwunden. Italienische Medien nennen den Täter inzwischen einen „Serien-Vandalen“ oder auch „Jack the Ripper“. Im Internet kommentieren Nutzer unter anderem, es handele sich wohl um eine „frustrierte Person, die nach Berühmtheit sucht, aber nicht einmal den Mut hat, ihr Gesicht zu zeigen“.

Der Alpenverein hofft, dass der Täter bald überführt oder auf frischer Tat gefasst wird. Sein Vorgehen sei „absolut zu verurteilen“. Es hinterlasse „einen bitteren Nachgeschmack“. Schon zuvor hatten Bergfreunde darauf hingewiesen, dass Gipfelbücher nicht nur Erinnerungsstücke sind – sondern im Ernstfall auch bei Such- und Rettungseinsätzen wichtige Hinweise auf vermisste Personen geben können.

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