Schicksal von 39-Jähriger

Seit 19 Jahren vermisst: Polizei findet menschliche Überreste


Aktualisiert am 09.10.2026 – 13:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Die damals 39-jährige Kerstin Lee Langley: Ihr Schicksal ist seit 19 Jahren ungeklärt. (Quelle: Polizei Oberpfalz)

Seit 2007 fehlt von Kerstin Lee Langley aus Regensburg jede Spur. Jetzt machen die Ermittler einen Fund, der in dem Fall von großer Bedeutung sein könnte.

Im Rahmen von Ermittlungen im Vermisstenfall Kerstin Lee Langley haben Polizisten in der Oberpfalz bei Grabungen menschliche Überreste entdeckt. „Ob diese tatsächlich der seit Sommer 2007 vermissten Kerstin Lee Langley zuzuordnen sind, ist derzeit noch unklar“, teilten die Beamten am Freitag mit. Die 39-Jährige war damals von ihrem Bruder in Regensburg als vermisst gemeldet worden.

Die Grabungsarbeiten im Bereich Kadenzhofen bei Neumarkt in der Oberpfalz würden den Tag über fortgesetzt, hieß es. Die Maßnahmen stünden im Zusammenhang „mit einem neuen konkreten Hinweis“, der bei der Kriminalpolizei eingegangen sei.

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Eine Polizeisprecherin sagte t-online, der Fundort sei am Waldrand gelegen. Die Zufahrt sei nur über Feldwege möglich. „Wir graben jetzt weiter, um möglicherweise noch mehr zu finden“, sagte sie. Bereits am Donnerstag seien 100 Quadratmeter abgesucht worden, am Freitag sei der Bereich noch einmal erweitert worden.

Bereits am Donnerstag hatten Polizisten das Areal bei Kadenzhofen umgegraben, um nach Hinweisen auf das Schicksal von Kerstin Lee Langley zu suchen. (Quelle: Tizian Gerbing/dpa)

Fall Kerstin Lee Langley: Rätselhafte SMS an Sohn geschickt

Der Vermisstenfall hatte weit über die Region hinaus für Bestürzung gesorgt und umfangreiche Ermittlungen ausgelöst. Im Zuge der ersten Ermittlungen nach dem Verschwinden der Frau 2007 hatte ihr ehemaliger Lebensgefährte bei der Polizei ausgesagt, sie habe sich von ihm getrennt und sei mit einem alten Freund in einem dunklen Auto mit Deggendorfer Kennzeichen davongefahren. Dieser „alte Freund“ konnte jedoch nie ermittelt werden.

Rund zwei Monate nach ihrem Verschwinden hatte ihr damals 17 Jahre alter Sohn von einem rätselhaften Vorkommnis berichtet, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete. Demnach habe er eine SMS von seiner Mutter bekommen mit dem Inhalt: „Hy, my Baby. Habe einen neuen Engel gefunden. Das Leben muss weitergehen.“ Die Hintergründe dieser SMS blieben unklar.

2024 war der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ vorgestellt worden. Damals war der Bruder der Vermissten zu Gast. Große Hoffnung, seine Schwester noch einmal zu sehen, habe er nicht, sagte er: „Ich denke, sie wird nicht mehr leben.“

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