Bucht an der Adriaküste
Italien: Massenansturm und astronomische Preise am Strand
Aktualisiert am 05.05.2026 – 16:06 UhrLesedauer: 2 Min.
An einem italienischen Strand kämpfen Badegäste um begehrte Liegeplätze – Wartelisten inklusive. Wer spontan anreist, hat kaum eine Chance auf einen Platz am Wasser.
Viele Menschen freuen sich jetzt schon auf ihren Sommerurlaub – endlich wieder am Strand liegen und das Meer rauschen hören. Doch mancherorts ist der Platz am Wasser nicht mehr garantiert. Wenn man etwa einen Liegeplatz mit Sonnenschirm möchte, muss man oft schon sehr früh zum Strand und sich den begehrten Platz ergattern.
Und an einem Strand in Italien ist es schier unmöglich, noch einen Liegeplatz zu bekommen. Die Bucht von Portonovo, einem italienischen Küstendorf, gehört zu den wohl schönsten an der Adria. Sie ist sogar so beliebt, dass die Plätze mit Sonnenschirm schon vor dem Start der Saison restlos ausgebucht sind, wie die Lokalzeitung „Corriere Adriatico“ berichtet.
Gerade Einheimische reservieren die Liegen im Voraus, oft sogar für die komplette Saison. Und das ist nicht gerade günstig. Für einen Platz in der ersten Reihe können Kosten in Höhe von 1.200 bis 3.000 Euro anfallen. Im vergangenen Jahr kostete die Liege in der Hochsaison für einen Tag bis zu 55 Euro, wie es im „Corriere Adriatico“ heißt. Und selbst diese Preise schrecken viele nicht ab. Im Gegenteil: Für begehrte Plätze gibt es Wartelisten.
Für Tagesgäste bleibt nur ein kleiner Rest. Denn wie es in dem Bericht der Lokalzeitung heißt, machen die reservierten Liegen einen Großteil des vorhandenen Kontingents aus. Einige Betreiber wollen versuchen, gegenzusteuern, und halten bewusst Plätze frei. Ihr Ziel: Portonovo soll kein exklusiver Ort für wenige Stammgäste werden. Trotzdem gilt: Wer spontan anreist, braucht Glück.
Portonovo ist in den vergangenen Jahren auch bei ausländischen Badegästen immer beliebter geworden. Die Bucht bietet klares Wasser, grüne Hügel und eine vergleichsweise ursprüngliche Landschaft. Doch der Boom bleibt nicht ohne Folgen. Gerade im Sommer kommt es rund um die Bucht regelmäßig zu Verkehrsproblemen. Parkplätze sind rar, Zufahrtsstraßen schnell überlastet.
Um das zu entschärfen, sind neue Lösungen geplant, etwa ein Shuttle-Service, der Besucher vom Parkplatz direkt zum Strand bringt. In der Bucht gibt es auch noch zwei weitere Strände, die allerdings vergleichsweise schwer zu erreichen sind, über steile Fußwege oder per Boot.
Der Aufwand kann sich aber lohnen, wenn man Ruhe schätzt und nicht Unsummen für einen Liegeplatz ausgeben will. Die Strände Spiaggia di Mezzavalle und Spiaggia delle Due Sorelle sind durch ihre Abgeschiedenheit nämlich viel weniger überlaufen und bieten ein ursprünglicheres Adria-Feeling.









