Der Haken: Für jeden Monat, den Sie vor Ihrer regulären Altersgrenze in Rente gehen, wird Ihre Rente dauerhaft gekürzt. Der Abschlag beträgt 0,3 Prozent pro Monat. Das summiert sich schnell. Wer beispielsweise 1963 geboren ist und drei Jahre früher in Rente geht, muss eine Kürzung von 13,8 Prozent hinnehmen – und zwar lebenslang.

Für viele stellt sich die Frage, ob sie die nötigen Beitragsjahre überhaupt erreichen. Zu den relevanten Zeiten zählen nicht nur klassische Arbeitsjahre. Auch Phasen der Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Zeiten mit Arbeitslosengeld können berücksichtigt werden. Allerdings gelten hier teilweise Einschränkungen – etwa bei längerer Arbeitslosigkeit kurz vor Rentenbeginn.

Es lohnt sich daher, frühzeitig eine Rentenauskunft bei der Deutschen Rentenversicherung anzufordern. So bekommen Sie einen Überblick, ob und wann ein Renteneintritt mit 63 für Sie realistisch ist.

Ob ein früher Renteneintritt sinnvoll ist, hängt stark von Ihrer persönlichen Situation ab. Wer gesundheitlich eingeschränkt ist oder früher aus dem Berufsleben ausscheiden möchte, kann von der Möglichkeit profitieren.

Gleichzeitig sollten Sie die finanziellen Auswirkungen genau prüfen. Eine geringere monatliche Rente macht sich finanziell über viele Jahre hinweg deutlich bemerkbar. Eventuell können Rücklagen oder eine zusätzliche private Altersvorsorge helfen, Abschläge auszugleichen.

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