
„Wollen echten Fortschritt zeigen“
Münchner Start-up plant Raketen-Testflug im März
30.01.2026 – 16:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Isar Aerospace bereitet den zweiten Testflug seiner Weltraumrakete vor. Die Branche setzt große Hoffnungen in das Unternehmen aus dem Landkreis München.
Das Start-up Isar Aerospace aus Ottobrunn bei München will voraussichtlich im März ihre selbst entwickelte Weltraumrakete zu einem zweiten Testflug abheben lassen. Die Mission „Onward and Upward“ könne ab dem 19. März vom auf einem Weltraumbahnhof in Norwegen starten, teilte das Unternehmen mit.
Erstmals hatte die „Spectrum“ genannte Trägerrakete im März 2025 einen Testflug absolviert. Dieser war nach 30 Sekunden abgebrochen worden. Anschließend stürzte die Rakete kontrolliert ins Meer. Nach eigenen Angaben konnte Isar Aerospace „eine große Menge an Flugdaten und Erfahrungen sammeln“. Diese sollten für zukünftige Missionen genutzt werden.
Daniel Metzler, CEO und Mitgründer von Isar Aerospace, erklärte damals: „Unser erster Testflug war ein voller Erfolg und hat all unsere Erwartungen erfüllt.“ Der zweite Testflug war ursprünglich bereits für den vergangenen Mittwoch (21. Januar) geplant. Aufgrund eines Problems mit einem Druckventil wurde dieser jedoch kurzfristig abgesagt.
Laut Metzler habe man das Problem jedoch schnell beheben und damit den Weg für die Startvorbereitungen frei machen können. „Mit dieser Mission wollen wir echten Fortschritt zeigen“, kündigte er an. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Der Testflug soll live im Internet übertragen werden.
Die von Isar Aerospace fast vollständig selbst entwickelte, produzierte und erprobte Rakete ist für den Transport erdnaher Satelliten in die Umlaufbahn gedacht. Die europäische Raumfahrtbranche setzt große Hoffnungen in das bayerische Start-up. Grund dafür ist, dass es in Europa derzeit kaum möglich ist, Satelliten mit eigener Technik ins All zu schießen.
So wird der überwiegende Teil der europäischen Satelliten seit Jahren vom US-amerikanischen Raumfahrtunternehmen SpaceX ins All befördert. Dieses gehört dem umstrittenen und rechtsgerichteten Milliardär Elon Musk.











