Nach 92 Jahren

Traditionsschuhhändler insolvent – Dutzende Filialen werden gerettet

10.05.2026 – 10:03 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Sutor-Schuhgeschäft: Das Unternehmen ging insolvent – nun übernimmt ein Investor. (Quelle: Manfred Segerer via www.imago-images.de/imago)

Seit 1934 verkauft Sutor Schuhe in Bayern. Nun ist klar: Sechs Filialen schließen, doch 36 bleiben erhalten.

Ein Berliner Investor hat die insolvente bayerische Schuh-Kette Sutor übernommen und rettet damit 36 von 42 Standorte. Sechs Filialen schließen – darunter eine in München, wie das Regionalportal „idowa.de“ berichtet.

Die Schließungen betreffen konkret die Standorte in München-Moosach, in Pfarrkirchen, Zwiesel und Kolbermoor. Die Filialen in Regensburg und im Landshuter Industriegebiet haben bereits geschlossen. Auch das Zentrallager in der Landshuter Porschestraße soll wegfallen. Die verbleibenden 36 Filialen laufen weiter – teilweise nach angepassten Mietkonditionen mit den Vermietern.

Sutor betreibt seine Geschäfte in Bayern unter den Namen „Sutor“ und „Happy Schuh“ und beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiter.

Investor Steffen Liebich bekennt sich klar zum Ladengeschäft. „Die Kunden suchen wieder verstärkt den persönlichen Kontakt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Online-Kunden auch in die Geschäfte gehen, weil sie die Beratung suchen“, sagte er „idowa.de“. Und weiter: „Wir glauben an die Fachgeschäfte. Online alleine funktioniert nicht mehr.“ Derzeit ist der Online-Shop von Sutor ohnehin nicht erreichbar – das Unternehmen verweist auf einen laufenden Lagerumzug.

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