DFB-Torwart wird deutlich

Baumann über Neuer-Entscheidung: „War nicht ganz cool“


07.06.2026 – 00:09 UhrLesedauer: 3 Min.

Oliver Baumann: Der DFB-Torwart war gegen die USA in Bestform. (Quelle: IMAGO/Markus Ulmer)

Trotz starker Saison und guter Leistungen in der WM-Qualifikation ist Oliver Baumann bei der WM nur die deutsche Nummer zwei hinter Manuel Neuer. Nun hat sich der Torwart zur Situation geäußert – und lässt tief blicken.

2:1 gegen die USA in der Generalprobe vor dem Start in die Fußball-WM, aber viel Mühe: Der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft am Samstagmittag Ortszeit in Chicago war durchwachsen, am Ende aber immerhin erfolgreich. Wesentlicher Faktor im Spiel der DFB-Elf war dabei einmal mehr Torwart Oliver Baumann, der das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit starken Paraden gegen zeitweise furios aufspielende Gastgeber vor Schlimmerem bewahrte. Dabei spielte Baumann einzig, weil die eigentliche Nummer eins Manuel Neuer noch immer an einer Wadenverletzung laboriert und im besten Fall zum WM-Auftakt gegen Curaçao wieder einsatzbereit ist.

Dabei wird es auch trotz des starken Auftritts von Baumann bleiben – Nagelsmann hatte Neuer schließlich in einer viel beachteten Rückholaktion zum DFB-Comeback überredet und ihn wenige Wochen vor WM-Start Baumann vor die Nase gesetzt.

„Er wird jetzt, wenn wir in Winston-Salem ankommen, ins Mannschaftstraining einsteigen, so ist es geplant, und dann gegen Curaçao auch spielen“, sagte der Bundestrainer bei RTL. Er sprach zugleich Oliver Baumann „ein riesiges Kompliment“ aus. Der Hoffenheimer hatte als Neuer-Vertreter die beiden Vorbereitungsspiele auf das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada absolviert und sich laut Nagelsmann vorbildlich „in den Dienst der Mannschaft gestellt“.

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Nach der Partie jedenfalls stellte sich der 36-jährige Baumann zum ersten Mal nach seiner Degradierung den Fragen von RTL-Reporter Felix Görner – und sprach unerwartet offen über seinen Umgang mit der Situation: „Anfangs war es natürlich hart. Das war nicht ganz cool von meinem Gefühl her“, gab Baumann offen zu.

„Aber mir war sofort klar, dass ich für das Team da sein werde und mitgehe. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, nicht mitzukommen. Es ist für mich ja auch eine WM, da möchte ich dabei sein und der Mannschaft helfen. Das habe ich in der Quali so gesagt, und so ist es jetzt auch.“ Der Schlussmann der TSG Hoffenheim erklärte weiter: „Ich möchte meinen Beitrag leisten, darum geht es. Voller Fokus auf mich, voller Fokus auf die Mannschaft. Alles andere ist außen vor.“

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