Neue Studie zeigt
Diese kleine Anpassung macht Intervallfasten wirksamer
26.02.2026 – 14:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Intervallfasten soll gesundheitsfördernd wirken. Eine Studie zeigt nun, wie wichtig es ist, dabei den individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus zu beachten.
Beim Intervallfasten wechseln sich Essens- und Fastenphasen ab. Eine gängige Variante ist die zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme innerhalb eines festen Stundenfensters. Sie gilt als vorteilhaft für die Herz- und Stoffwechselgesundheit. Eine kürzlich veröffentlichte Studie ergab: Dieser positive Effekt macht sich besonders deutlich bemerkbar, wenn die Essenszeit individuell nach der Schlafenszeit ausgerichtet ist.
Die innere Uhr steuert zahlreiche Körperprozesse, wie die Atmung, die Körpertemperatur, den Kreislauf sowie die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und des Stresshormons Kortisol. Störungen dieses Systems, etwa durch Schichtarbeit, können Herz-Kreislauf- und Stoffwechselfunktionen beeinträchtigen. Langfristig steigt dann das Risiko für chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, nichtalkoholische Fettleber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Bei bisherigen Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Intervallfastens stand vor allem die Dauer des Fastens im Fokus – nicht die Frage, ob es zur inneren Uhr passt. Für die aktuelle Studie wählte das Forschungsteam daher einen neuen Ansatz: Es stimmte die Essenszeit individuell auf den Schlaf-Wach-Rhythmus ab. Durch die Anpassung verlängerte sich die nächtliche Fastendauer bei gleichbleibender Kalorienzufuhr. Entscheidend war, dass die letzte Mahlzeit mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen liegen sollte.
An der Studie nahmen 39 Personen im Alter von 36 bis 75 Jahren teil. Alle hatten Übergewicht oder Adipositas. Per Zufallsprinzip wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen dimmten abends drei Stunden vor dem Zubettgehen das Licht und fasteten über Nacht. In der Interventionsgruppe startete die Fastenphase mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen und dauerte 13 bis 16 Stunden, während die Kontrollgruppe 11 bis 13 Stunden fastete und dabei ihre üblichen Essgewohnheiten beibehielt.
Das Ergebnis der über 7,5 Wochen laufenden Studie: Die Mitglieder der Interventionsgruppe profitierten im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich. Ihr Blutzuckerspiegel war tagsüber stabiler, ihr nächtlicher Blutdruck sank um 3,5 Prozent, ihre Herzfrequenz um 5 Prozent. Ihr Herz zeigte zudem ein ausgeprägteres Tag-Nacht-Muster: Tagsüber schlug es schneller, nachts langsamer, was für eine gesunde Herz-Kreislauf-Regulation spricht.
Daraus lässt sich schlussfolgern: Entscheidend für eine gesunde Herz- und Stoffwechselfunktion ist nicht nur, was und wie viel wir essen, sondern auch, wann wir essen. Intervallfasten mit auf die Schlafenszeiten abgestimmten Essenszeiten ist eine einfach umsetzbare Maßnahme, um die Blutzucker- und Blutdruckwerte ohne Medikamente zu verbessern. Besonders interessant könnte dies für Erwachsene mittleren und höheren Alters sein, da ihr Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen allgemein erhöht ist.












