220 Jobs

Verpackungshersteller meldet Insolvenz an


Aktualisiert am 25.06.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Werk von Frischfaser Karton in Baiersbronn: Hohe Energiekosten und ein schwieriges Marktumfeld setzen dem Unternehmen zu. (Quelle: folbb.com)

220 Beschäftigte bangen um ihre Zukunft: Die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH hat Insolvenz angemeldet. Der Betrieb läuft vorerst weiter.

Die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH hat beim Amtsgericht Rottweil einen Insolvenzantrag gestellt. Das geht aus einer Mitteilung der Kanzlei Brinkmann & Partner hervor, die vom Gericht als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde.

Die Kanzlei soll nach der Insolvenzbekanntmachung den Geschäftsbetrieb stabilisieren und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens analysieren. „Ziel ist es, im Rahmen eines strukturierten Prozesses zeitnah eine Investorenlösung zu realisieren, welche auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter langfristig sichert“, erklärt der Sanierungsexperte der Kanzlei, Jan Markus Plathner über Insolvenz.

  • Unternehmen pleite: „Das gibt Machtkämpfe und böses Blut“
  • Sanierung: Hellweg-Insolvenz zieht weitere Baumärkte mit in die Pleite

Verpackungshersteller ist insolvent: 220 Mitarbeiter betroffen

Das insolvente Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Baiersbronn produziert hochwertigen Frischfaserkarton. Die sogenannten Faltschachtelkartons werden vor allem für Verpackungen in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie verwendet.

Nach Unternehmensangaben sind rund 220 Mitarbeiter unmittelbar von der Insolvenz betroffen. Die Firma erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 80 Millionen Euro.

Gründe der Insolvenz sind hohe Energiekosten und Marktumfeld

Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen die anhaltend hohen Energiekosten, strukturelle Überkapazitäten in der europäischen Kartonbranche sowie ein schwieriges Marktumfeld. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Kostensenkung sei es nicht gelungen, die Liquidität dauerhaft zu sichern.

Für die Beschäftigten sind die Löhne und Gehälter zunächst über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Das greift für die Monate Juni, Juli und August 2026.

Die Produktion am Standort Baiersbronn wird vorerst fortgeführt. Nach Angaben des Insolvenzverwalters wurden bereits Gespräche mit wichtigen Kunden, Lieferanten und weiteren Geschäftspartnern aufgenommen, um die Lieferfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.

Share.
Die mobile Version verlassen