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Home » Insolvenz bei Bärenmarke-Produzent Allgäuer Alpenmilchwerk: Jobs in Gefahr
Wirtschaft

Insolvenz bei Bärenmarke-Produzent Allgäuer Alpenmilchwerk: Jobs in Gefahr

By zeit-heute.deAugust 26, 20263 Mins Read
Insolvenz bei Bärenmarke-Produzent Allgäuer Alpenmilchwerk: Jobs in Gefahr
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Allgäuer Alpenmilchwerk

Bärenmarke-Produzent ist insolvent


26.08.2026 – 11:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kondensmilch von Bärenmarke: Jahrelang wurden diese Milchprodukte in Weiding hergestellt. (Quelle: IMAGO/teutopress GmbH/imago)

Über Jahre produzierten sie am Standort Weiding Produkte der Bärenmarke. Jetzt ist die Zukunft von 110 Beschäftigten beim Allgäuer Alpenmilchwerk ungewiss.

Die Almil AG (Allgäuer Alpenmilchwerk) hat am 18. August 2026 beim Amtsgericht Mühldorf am Inn einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen mit Sitz im oberbayerischen Polling stellt aus Milch gewonnene Zutaten wie Milchpulver oder Molkenpulver her, produziert länger haltbare Milchprodukte wie Kondensmilch und handelt mit Milchrohstoffen. Über die Gründe für den Antrag machte Almil keine Angaben.

Der betroffene Standort im Pollinger Ortsteil Weiding produzierte bis zuletzt die Bärenmarke-Kondensmilch, ein bekannter deutscher Markenname für Milchprodukte. Die Zukunft des Standorts stand dabei in den vergangenen Jahren bereits mehrfach auf der Kippe.

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Geschäftsbetrieb läuft zunächst weiter

Nach Angaben von Almil soll der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Auf Anfrage der „Bild“-Zeitung teilte das Unternehmen mit: „Es wurde frühzeitig und aus eigener Initiative ein Sanierungsprozess eingeleitet, um die wirtschaftliche Zukunft nachhaltig zu sichern.“ Für Belegschaft, Kunden und Geschäftspartner ergäben sich derzeit keine Veränderungen, erklärte Almil weiter.

Der Vorstand bleibt während des Verfahrens im Amt und soll die Sanierung eigenverantwortlich steuern. Das Gericht setzt zur Kontrolle einen Sachwalter ein, der die Sanierung begleitet, ohne selbst die Geschäftsführung zu übernehmen. Ziel sei es, das Unternehmen wirtschaftlich zu stabilisieren, an veränderte Marktbedingungen anzupassen und den Standort langfristig zu sichern. Die rund 110 Mitarbeiter erhalten ihre Gehälter bis einschließlich Oktober 2026 über das Insolvenzgeld – eine Leistung der Arbeitsagentur, die bei einer Insolvenz für bis zu drei Monate das Gehalt ersetzt.

Mutterkonzern Hochwald baut selbst um

Die Marke Bärenmarke gehört seit 2004 der Hochwald Foods GmbH. Der Standort Weiding gehörte zunächst ebenfalls zum Hochwald-Umfeld. Der Konzern wollte sich jedoch von diesem Standort zurückziehen.

2018 übernahm die Almil AG den Standort von Hochwald und sicherte die damals noch 120 Arbeitsplätze. Nur zwei Jahre später, zum 1. Januar 2020, stieg Hochwald bei Almil ein und übernahm die Mehrheit an dem Unternehmen. Seitdem vertreibt Hochwald die Marke Bärenmarke über seine Mehrheitsbeteiligung an der Almil AG.

Der Mutterkonzern befindet sich jedoch selbst im Umbau. Mitte August hatte Hochwald angekündigt, sein Werk in Kaiserslautern zu schließen. Wie das Fachmedium „Agrarheute“ berichtete, sind dort rund 80 Arbeitsplätze betroffen. Eine Sprecherin von Hochwald Foods begründete die Schließung mit der fehlenden Rentabilität des Standorts.

Hochwald zählt mit einem Marktanteil von 6,7 Prozent zu den größten deutschen Molkereien und erzielte 2025 nach eigenen Angaben mit 2,034 Milliarden Euro einen Rekordumsatz. Die Milchanlieferung lag im selben Jahr bei rund 2,31 Milliarden Kilogramm. Gleichzeitig investiert der Konzern eigenen Angaben zufolge rund 200 Millionen Euro in sein Werk in Mechernich. Zur Situation bei Almil wollte sich Hochwald nicht äußern.

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