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Home » Inflation in Deutschland: Was ist eigentlich Geldentwertung?
Wirtschaft

Inflation in Deutschland: Was ist eigentlich Geldentwertung?

By zeit-heute.deMai 30, 20262 Mins Read
Inflation in Deutschland: Was ist eigentlich Geldentwertung?
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Inflation: Der Begriff bezeichnet einen anhaltenden Anstieg des Preisniveaus. Verkürzt gesagt: Inflation herrscht, wenn die Preise für eine große Anzahl an Waren, Produkten und Dienstleistungen steigen und nicht wieder sinken. Passiert das, verringert sich die Kaufkraft des Geldes. Ein Euro ist also weniger wert. Aus diesem Grund spricht man bei einer Inflation auch von einer Geldentwertung.

Wie geht es mit der Inflation weiter?

Experten erwarten, dass die Kerninflation in den nächsten Monaten weiter moderat zurückgeht. Die Deutsche Bundesbank prognostiziert für das Gesamtjahr 2025 eine durchschnittliche Kerninflationsrate von 2,4 Prozent, gefolgt von 1,9 Prozent im Jahr 2026 und einer leichten Steigerung auf 2,0 Prozent im Jahr 2027.

Ein Rückgang der Kerninflation hat signalgebenden Charakter für die gesamte Inflationsentwicklung und spielt eine zentrale Rolle für geldpolitische Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB). Auch die Gesamtinflation (also inklusive Energie und Nahrung) dürfte sich weiter beruhigen – sofern es keine externen Schocks gibt (z. B. Ölkrise oder geopolitische Eskalation).

Sollte die Inflation unter 1,9 Prozent sinken, könnte die EZB weitere Zinssenkungen prüfen, um Wachstum und Kreditvergabe zu fördern. Die EZB berücksichtigt auch Konjunkturdaten, Lohnentwicklung und Finanzstabilität. Ein kurzfristiges Absinken unter 1,9 Prozent wird nicht automatisch mit Zinssenkungen beantwortet.

Wie geht die EZB mit der anziehenden Inflation um?

In der Theorie hat die Inflation vor allem mit der Geldmenge zu tun. Die Idee: Je mehr Geld im Umlauf ist, desto weniger ist es wert – und desto höher sind die Preise. Steigt die Geldmenge also, steigt auch das Preisniveau.

Die Kontrolle über die Geldmenge haben Noten- und Zentralbanken. Im Falle der Eurozone ist das die Europäische Zentralbank (EZB). Über verschiedene Mechanismen kann sie dafür sorgen, dass die Geldmenge steigt oder sinkt.

  • Geldpolitik der Zentralbank: Was der Leitzins der EZB mit Ihnen zu tun hat

Die EZB ist damit die oberste Wächterin der Inflation. Ihr Auftrag ist die sogenannte Geldwertstabilität. Ziel der EZB ist es also, den Wert des Geldes dauerhaft stabil zu halten und gleichzeitig Wirtschaftswachstum zu ermöglichen.

Dafür peilt die EZB nach einem Strategiewechsel eine jährliche Inflationsrate von zwei Prozent an und ist dabei zumindest zeitweise bereit, eine moderate Über- oder Unterschreitung dieser Marke zu akzeptieren.

Welche Folgen hat Inflation für Verbraucher, Sparer und Anleger?

Viele Deutschen haben nicht umsonst Angst vor steigenden Preisen, die kurzfristigen Auswirkungen der Inflation sind für die meisten Menschen eher schlecht. Verbraucher müssen für ihre alltäglichen Ausgaben mehr Geld auf den Tisch legen – auf kurze Sicht ein Problem, sofern nicht das Gehalt parallel ebenfalls steigt.

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