Neue Idee für Lego-Fans in Bayern
Lego-Bauraum für Erwachsene öffnet in München
02.04.2026 – 08:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Münchner Gründerpaar hat nach eigenen Angaben Deutschlands ersten Lego-Bauraum für Erwachsene eröffnet. Wer den Todesstern bauen will, muss ihn dort nicht kaufen – aber Zeit mitbringen.
Moritz Janke und Melanie Sotouky haben in München „Out of the Blox“ eröffnet – nach eigenen Angaben den ersten Lego-Bauraum für Erwachsene in Deutschland.
Gäste wählen aus einer großen Sammlung und bauen, ohne die Sets kaufen zu müssen. Laut Webseite kostet das 15 Euro pro Stunde oder 90 Euro als Tagespass. Zur Sammlung gehören Sets aus „Star Wars“ und „Harry Potter“ sowie Nachbauten von Sehenswürdigkeiten wie dem Eiffelturm und dem Burj Khalifa.
Janke beschreibt die Idee so: Viele Fans liebten die Modelle, hätten aber zu wenig Platz oder scheuten die Anschaffungskosten. Im Bauraum könnten Gäste „genau das Set bauen, auf das man immer schon Lust hatte“.
Am Eröffnungstag war der Laden gut besucht. Manche Gäste bauten auf dem Boden, andere an Tischen. Mitgründerin Sotouky fasst die Wirkung zusammen: „Beim Bauen passiert etwas Schönes: Gedanken sortieren sich, Stress fällt ab – und plötzlich sind ein paar Stunden vergangen.“
Wer ein großes Set angeht, sollte die Zeit nicht unterschätzen. Janke sagt: „Da muss man aber aufpassen, auch wenn ich schnell bauen kann, mache ich den Todesstern nicht in zwei Stunden fertig.“ Laut den Gründern können nicht fertige Sets eingelagert und bei einem späteren Besuch weitergebaut werden.
Wer ein Set behalten möchte, kann es mit wenigen Ausnahmen auch kaufen. Einen Secondhand-Handel mit Sets wollen die Gründer perspektivisch ebenfalls anbieten. Das Konzept richtet sich an Erwachsene – Sotouky betont aber: „natürlich sind Familien mit Kindern auch mehr als willkommen.“
Dass Erwachsene als Spielzeugkäufer an Gewicht gewonnen haben, zeigen Branchenzahlen: Laut Christian Ulrich, Vorstandssprecher der Spielwarenmesse Nürnberg, generierten erwachsene Spielzeugfans in vielen Märkten 30 Prozent der Umsätze.












