
Täter nutzen „dunkle Jahreszeit“
Einbrüche in Berlin: Diese Bezirke sind besonders gefährdet
18.11.2025 – 09:41 UhrLesedauer: 2 Min.
In der früh einsetzenden Dunkelheit fühlen sich Einbrecher in Berlin sicherer. Wo es besonders oft vorkommt und was die Polizei rät.
Die Tage werden immer kürzer, immer früher wird es in Berlin dunkel. Damit werden Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser immer wahrscheinlicher. Denn ein Großteil der Einbruchsdelikte im vergangenen Jahr fand in der kalten Jahreszeit statt. Das geht auch aus Daten der Polizei hervor, die t-online vorliegen.
In den vergangenen Jahren wurden jeweils im Dezember die meisten Einbrüche verzeichnet (Stand: 12. Oktober 2025). Nach Angaben eines Sprechers nutzen Täter zwischen Oktober und März die „dunkle Jahreszeit“, um Einbrüche zu begehen. In den Sommermonaten, in denen viele Menschen Urlaub machen, zeigen sich hingegen keine oder kaum signifikante Anstiege der Fallzahlen.
Insgesamt verzeichnete die Behörde im vergangenen Jahr 8.529 Fälle von Wohnraumeinbrüchen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor. Darunter wird sowohl der Einbruch in eine Wohnung als auch in eine Villa oder in ein Einfamilienhaus gezählt. Im Vergleich zu 2023 stieg die Zahl um 2,5 Prozent an.
Die meisten Wohnungseinbrüche wurden 2024 in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Neukölln verzeichnet. Bei einem Wohnungseinbruch lag der Schaden im Schnitt bei rund 7.500 Euro. Fast die Hälfte der Einbrüche scheiterte und blieb beim Versuch.
Auch bei Einbrüchen in Villen oder Einfamilienhäusern blieben über 44 Prozent der Fälle erfolglos. Hier nahmen Täter jedoch andere Orte in den Fokus: Vor allem Randbezirke der Stadt, darunter Steglitz-Zehlendorf, gefolgt von Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick, waren betroffen.
Die Täter versuchen auch hierbei, Fenster oder Terrassentüren entweder aufzuhebeln oder einzuschlagen. Deutlich höher liegt bei Villen oder Einfamilienhäusern die durchschnittliche Schadenssumme – sie liegt bei über 10.000 Euro.
Das Landeskriminalamt Berlin gibt Menschen Tipps, wie sie sich am besten vor Einbrüchen schützen können. In Wohnungen und Häusern wird beispielsweise zum Einsatz von abschließbaren Fenstern geraten.
Bei gerade in Berlin weitverbreiteten Altbauwohnungen werden Zusatzschlösser an Türen und Fenstern empfohlen. Unternehmen, Behörden oder Privatpersonen können sich auch unter der Beratungsstelle Einbruchschutz telefonisch melden.










