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Home » Impfstoffwerk in Dresden vor dem Aus
Wirtschaft

Impfstoffwerk in Dresden vor dem Aus

By zeit-heute.deSeptember 10, 20262 Mins Read
Impfstoffwerk in Dresden vor dem Aus
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„Nachricht trifft uns ins Mark“

Dresdner Impfstoffwerk steht vor dem Aus

10.09.2026 – 17:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das Werk des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) in Dresden: Hunderte Arbeitsplätze könnten wegfallen. (Quelle: Robert Michael/dpa)

Der britische Pharmakonzern GSK hat die Schließung seines Dresdner Werks angekündigt. Hunderte Mitarbeiter dürften ihre Jobs verlieren.

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) will seinen Standort in Dresden bis zum Sommer 2028 schließen. Die Produktion von Grippeimpfstoffen soll künftig im kanadischen Standort Ste-Foy gebündelt werden, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Grund sei die weltweit rückläufige Nachfrage sowie bestehende Überkapazitäten. Betroffen sind demnach alle rund 650 Mitarbeiter in Dresden.

Das Unternehmen verpflichte sich, eng mit dem Dresdner Betriebsrat und allen Mitarbeitern zusammenzuarbeiten und maßgeschneiderte Unterstützungsmaßnahmen bereitzustellen, hieß es weiter. Ziel sei es, die Auswirkungen auf die Beschäftigten zu mildern.

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Gewerkschaft will um Arbeitsplätze kämpfen

Die Gewerkschaft IGBCE kündigte entschiedenen Widerstand an. Mit der Schließung droht Sachsen hoch qualifizierte Industriearbeitsplätze und Deutschland wichtige pharmazeutische Produktionskompetenz zu verlieren, wie die Gewerkschaft mitteilte. „Diese Nachricht trifft uns bis ins Mark“, sagte Peter Mißbach, Betriebsratsvorsitzender am GSK-Standort Dresden. „Wir werden geschlossen, laut und entschlossen für unsere Arbeitsplätze kämpfen.“

GSK produziert im Dresdner Werk Impfstoffe gegen Grippe und Hepatitis. Nach früheren Angaben des Unternehmens werden pro Woche zwei Millionen Impfdosen produziert. Deutschland bleibe für GSK ein wichtiger Markt und ein bedeutender Standort innerhalb des Unternehmens, hieß es weiter. Es werde sichergestellt, dass Patientinnen und Patienten weiterhin den Zugang zu den Impfstoffen hätten.

Laut IGBCE sind mit der geplanten Schließung inzwischen in Sachsen 4.250 Arbeitsplätze in der Branche verloren gegangen. Die Gewerkschaft forderte das Unternehmen auf, die Schließungspläne auszusetzen, die Entscheidungsgrundlagen offenzulegen und mit Betriebsrat und Gewerkschaft ernsthaft über Alternativen zu verhandeln. Von Bund und Freistaat werde ein gemeinsamer Standortgipfel erwartet.

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