
Polizei beobachtet Entwicklung im Milieu
Im Dezember wurde auf seine Villa geschossen: Clan-Größe tot
20.01.2026 – 16:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Dezember schießen Unbekannte auf ein Einfamilienhaus in Berlin. Die Immobilie gehörte einer Clan-Größe. Jetzt ist der Mann tot.
Die Berliner Clan-Größe Mehmet K. ist gestorben. Der Sprecher des Berliner Landesverbands der Gewerkschaft der Polizei (GdP) bestätigte das am Dienstag. „Wer die letzten Jahrzehnte in der Hauptstadt verfolgt hat, weiß, dass mit Herrn K. eine Clan-Größe verstorben ist, die in der organisierten Kriminalität bis zuletzt Einfluss genossen hat“, so Benjamin Jendro. Zuvor hatten verschiedene Berliner Medien berichtet.
K. soll mit Wettbüros und Glücksspiel reich geworden sein. Erst im Dezember hatten Unbekannte auf sein Haus in Lichterfelde geschossen. Die Täter verschafften sich Zutritt zum Grundstück und feuerten zwischen fünf und 20 Mal auf die Fenster des Hauses, wie die Polizei seinerzeit mitteilte. Der nun offenbar an einer Krankheit verstorbene K. soll zum Tatzeitpunkt bereits krank im Bett gelegen haben, wie es weiter hieß.
Auf Instagram erschien am Dienstag ein Post auf dem Profil von K. Diesen scheint der Verstorbene noch vor seinem Tod selbst verfasst zu haben. Unter einem Schwarz-Weiß-Foto von K. ist das Datum einer Trauerfeier samt der dazugehörigen Adresse angegeben. Außerdem heißt es in dem Post: „Ich werde nicht unter euch sein, aber meine Türen werden offen stehen.“
Ob wirklich K. selbst, der im Berliner Clan-Milieu auch „Kurden-Mehmet“ genannt wurde, wirklich der Verfasser der Zeilen ist, ist jedoch unklar.
Die Polizei will nun genau beobachten, wie es nach K.s Tod im Milieu weitergeht. K. hinterlasse ein Vakuum, so GdP-Sprecher Jendro weiter. Und: „So werden nicht nur Trauerfeier und Begräbnis, sondern auch der Konkurrenzkampf um Absatzmärkte und Einfluss auf unseren Straßen Berlins Polizei vor Aufgaben stellen.“











