
Ausflugstipp ab Frankfurt
Fachwerk, Barock und Main: Kurzurlaub in Unterfranken
Aktualisiert am 04.01.2026 – 00:34 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Stadt ist ein Ort, den man leicht übersehen könnte – bis man einmal dort war. Fachwerk, Flussblick, Barockfassaden und eine Therme erwarten Tagesausflügler
Auf der Suche nach Inspiration für den nächsten Ausflug? Die Kleinstadt Marktheidenfeld liegt direkt am Main und punktet mit einem überschaubaren, charmanten Zentrum voller Fachwerkhäuser, fränkischer Gastronomie und einer Therme. Damit ist sie ein ideales Ziel für einen Tagesausflug ab Frankfurt – auch im Winter.
Die Geschichte der Stadt, die früher Heidenfeld hieß, reicht mehr als tausend Jahre zurück. Gegründet wurde sie von Mönchen des Klosters Holzkirchen, das zwischen Marktheidenfeld und Würzburg liegt, wie die Stadt auf ihrer Webseite schreibt.
Heute leben in Marktheidenfeld etwas mehr als 11.000 Einwohner. Die Lage am Main verleiht dem historischen Zentrum mit seinen Fachwerkhäusern ein besonderes Flair. Da die Stadt überschaubar ist, lässt sich alles wunderbar zu Fuß erkunden. Ein guter Ausgangspunkt ist der Marktplatz.
Dort steht auch gleich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten: der Fischerbrunnen. Der achteckige Brunnen zeigt einen Mainfischer bei der Arbeit und erinnert an die Bedeutung von Fischerei und Schifffahrt für die Stadt. Weitere Highlights in der Altstadt sind das Franck-Haus mit seiner blauen Prunkfassade in der Untertorstraße. Die Fassade geht auf einen Weinhändler zurück, der das Gebäude 1745 im Stil des späten Barocks umbauen ließ – heute gehört es der Stadt.
Weitere lohnende Stopps beim Bummel durch die Altstadt sind die St.-Laurentius-Kirche, die Alte Mainbrücke und das Alte Rathaus. Der schönste Abschnitt ist jedoch der Mainkai. Wer hier entlanggeht, hat auf der einen Seite den Fluss, auf der anderen die historische Häuserkulisse.
Die Stadt selbst bezeichnet den Mainkai als ihre „Schokoladenseite“. Das kommt nicht von ungefähr: Viele „Hädefelder“, wie sich die Einheimischen nennen, verdienten früher ihr Geld als Fischer, Schiffer oder Sandschöpfer. Der Main war über Jahrhunderte Lebensader der Stadt. Der Schiffermast am Mainkai aus dem Jahr 1955 erinnert – ebenso wie der Fischerbrunnen – an diese Zeit.










