„Herzrasen. Atemnot. Übelkeit“
Ex-RTL-Moderatorin Annett Möller spricht über Panikattacken
Aktualisiert am 17.08.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie kann auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Und auf eine fast ebenso lange Zeit voller Ängste und Hemmungen, wie Annett Möller jetzt berichtet.
Anfang der 2000er bahnte sie sich ihren Weg in die TV-Branche: erst kleine Jobs, dann ein RTL-Volontariat, schließlich der Durchbruch bei n-tv und dann die Karriere bei RTL-Formaten wie „Guten Morgen Deutschland“, „Extra“ oder „Gala“. Nach 18 Jahren verließ sie ihren Heimatsender im April 2026, da moderierte sie ein letztes Mal das Frühstücksprogramm.
Schon in der Vergangenheit machte Annett Möller im Zuge einer Buchveröffentlichung publik, jahrelang unter Panikattacken gelitten zu haben. Ihre Probleme hielt sie den Großteil ihrer Karriere geheim. Inzwischen spricht sie offen darüber und versucht anderen Menschen mit ihrer Erfahrung zur Seite zu stehen.
„Ich dachte, ich würde tot umfallen“
„Auftrittsangst ist mega anstrengend“, schreibt Möller in einem neuen Posting auf Instagram und schildert anschließend Szenarien, in den Panikattacken auftreten können und Lösungsansätze, wie man damit umgehen kann. Seit ihrem Buch „Liebe Angst, Zeit, dass du gehst: Wie ich mich von Angst und Panikattacken befreite“, das sie im Oktober 2021 herausbrachte, ist dieses Thema zu ihrem beruflichen Schwerpunkt geworden.
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„Ich hatte schon so viele Male moderiert, doch diesmal war es anders. Erst die Aufregung, dann der Druck, den ich mir selbst gemacht hatte – und dann, mitten im Scheinwerferlicht bei ‚RTL Aktuell‘: eine Panikattacke. Herzrasen. Atemnot. Übelkeit“, schreibt sie jetzt über den Moment, der sich im Jahr 2009 zugetragen haben soll. „Ich dachte, ich würde tot umfallen, mitten in der Sendung. Einfach so. Nach dem ersten Mal kam sie immer wieder. Jahrelang.“
Kollegen hätten nie etwas bemerkt, ihr „Sturm tobte innen“, wie die heute 48-Jährige auf Instagram schreibt. Besonders belastend sei es für sie gewesen, dass sie sich nicht traute, darüber zu sprechen. „Es hat mich zermürbt, weil ich gegen meinen Körper gearbeitet habe statt mit ihm.“ Mittlerweile hat sich Annett Möller als Coach selbstständig gemacht und versucht, anderen Menschen mit ähnlichen Problemen zu helfen.










