650 Passagiere gestrandet
ICE rammt Bagger – Zugchaos in halb Deutschland
Aktualisiert am 23.03.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Der ICE von Hamburg nach Basel fährt durch eine Baustelle. Plötzlich gibt es einen starken Ruck – und nichts geht mehr. Die Auswirkungen sind beträchtlich.
Durch den Zusammenstoß eines ICE mit einem Bagger ist der Zugverkehr in Deutschland erheblich gestört. Zwischen Frankfurt am Main und Fulda wurde die Oberleitung beschädigt. Die Strecke musste komplett gesperrt werden.
Laut Bahn kommt es auf mehreren wichtigen Linien zu Verspätungen und Ausfällen. Betroffen sind unter anderem Züge von Frankfurt nach Hannover, Hamburg, Erfurt, Leipzig und Berlin. Die Züge müssen aufgrund der Vollsperrung weiträumig umgeleitet werden. Allein im Fernverkehr seien stündlich rund sechs Züge auf dem Streckenabschnitt unterwegs, erklärte ein Bahn-Sprecher. Auch im Regionalverkehr fallen einzelne Verbindungen aus.
Zu dem Unfall war es am Montagmorgen gegen 10 Uhr gekommen. Der ICE 71 war unterwegs von Hamburg nach Basel, als er auf freier Strecke den Greifarm eines Baggers rammte. Dabei sei der Baggerfahrer leicht am Kopf verletzt worden, teilte die Bundespolizei mit.
Eine Passagierin des Zugs berichtete, dass der ICE vor der Kollision aufgrund einer Baustelle seine Geschwindigkeit reduziert hatte. Dann habe der Lokführer stark gebremst. „Im nächsten Moment spürte man einen starken Ruck und es war klar, dass der ICE gerade in etwas oder jemanden reingefahren war“, sagte die Passagierin. Unmittelbar danach sei zu hören gewesen, wie etwas auf das Dach des ICE und dann auf den Boden neben dem Zug gefallen sei.
Kurz darauf seien ein erster Krankenwagen sowie Polizei und Feuerwehr eingetroffen. Im ICE sei der Strom ausgeschaltet worden, die Türen zwischen den Abteilen mussten von Hand geöffnet werden. Der Grund: Um an die Unfallstelle heranzukommen, musste die Oberleitung abgeschaltet und auch geerdet werden, um die Gefahr eines Stromschlags auszuschließen.
Wie lange die Reparatur der Oberleitung dauert, ist unklar. Die 650 Reisenden des betroffenen ICE sollen ihre Fahrt mit einem Ersatzzug fortsetzen.










