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Home » Hubertus Heil und Tino Chrupalla geraten bei „Maischbeger“ aneinander
Politik

Hubertus Heil und Tino Chrupalla geraten bei „Maischbeger“ aneinander

Von zeit-heute.deJanuar 22, 20263 Min Gelesen
Hubertus Heil und Tino Chrupalla geraten bei „Maischbeger“ aneinander
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Hubertus Heil und Tino Chrupalla geraten bei „Maischbeger“ aneinander

Seine Meinung interessiere ihn, beharrte Maischberger. Einen Stromausfall nach einem Angriff auf die Infrastruktur könne er nicht als Kriegsverbrechen sehen, erklärte Chrupalla. Es gehe dabei darum, Menschen bei -20 Grad erfrieren zu lassen, warf Heil ein. Er würde schon sagen, dass das ein Verbrechen sei, räumte Chrupalla ein. Von einem Kriegsverbrechen wollte er jedoch nicht sprechen.

Heil bezieht Stellung in Grönland-Konflikt

„Sie wollen sich nicht festlegen!“, kritisierte Heil. „Es ist ein Kriegsverbrechen, warum verniedlichen Sie das?“ Er verniedliche nichts, wehrte sich Chrupalla und wiederholte, es handele sich um ein Verbrechen. „War das eine Räuberbande oder war es ein kriegerischer Akt?“, beharrte Heil. „Werden Sie doch jetzt nicht affig“, erklärte der AfD-Chef. „Sie winden sich wie ein Aal“, schloss Heil.

Maischberger wollte am Mittwochabend auch wissen, wie die AfD zum Grönland-Konflikt um US-Präsident Donald Trump steht. Natürlich gehöre Grönland zu Europa und Dänemark, erklärte Chrupalla. Das bestreite in seiner Partei auch niemand, erklärte er. „Also ich zumindest nicht“, fügte er hinzu.

AfD-Bundestagsabgeordneter Maximilian Krah habe im Grönland-Konflikt jüngst seine Solidarität zu Trump bekundet, erinnerte Maischberger. Damit stellte sich der Ex-Spitzenkandidat gegen die Meinung der AfD-Spitze. „Wer ist jetzt Herr Krah? Entschuldigung!“, antwortete Chrupalla. Krah habe weder in der Fraktion noch in der Partei eine Funktion, so der AfD-Chef. Es handele sich lediglich um seine persönliche Meinung.

Maischberger thematisierte im Studio auch eine drastische Aussage, die Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim Weltwirtschaftsforum in Davos getroffen hatte: Die Welt erlebe einen „Wandel hin zu einer Welt ohne Regeln“, in der das Völkerrecht mit Füßen getreten werde und nur das Gesetz des Stärkeren zu zählen scheine.

„Sind wir in dieser Welt?“, wollte die Moderatorin von ihren Panel-Gästen wissen. „Ich würde sagen schon“, erklärte RND-Journalistin Kristina Dunz und verwies darauf, dass Europa auf die USA nicht mehr zählen könne. Trump habe Grönland erpresst, eine Schutzmacht sei so zu einem Schutzgeld-Partner geworden, so ihre Einordnung.

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch in Davos in einer Rede zwar militärische Gewalt gegenüber Grönland ausgeschlossen, gleichzeitig jedoch deutlich gemacht, man werde es „nie vergessen“, sollte Europa Grönland nicht den USA überlassen.

Zu einer anderen Antwort auf Maischbergers Frage kam „taz“-Journalistin Anna Lehmann. „Wir lebten noch nicht in einer Welt ohne Regeln“, so ihre Einschätzung, schließlich regierten die USA nicht allein. Gäbe es keine Regeln mehr, würden Konflikte wohl nur noch durch Kriege gelöst und nicht mehr durch Verhandlungen, so Lehmann. Die Gefahr, dass es zu einer Welt ohne Regeln komme, bestehe jedoch, erkannte auch sie an.

Die Bundesregierung dürfe nun auf keinen Fall den Fehler machen, Trumps „vergiftetem Angebot“ zu folgen und seinem „Friedensrat“ beizutreten. Denn: Dieser habe den Zweck, bestehende Institutionen, die über Regeln wachten, weiter zu zerstören.

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