Zu Beginn des zweiten Durchgangs blieben die Gastgeber auf dem Gaspedal. Conté traf nach einer starken Einzelleistung. Nach dem Platzverweis für Bernardo keimte neue Hoffnung beim HSV auf. Zunächst wurde der vermeintliche Ausgleich von Otto Stange (80.) nach Videobeweis zurückgenommen, der Treffer des eingewechselten Moffi zählte kurz darauf allerdings. Muheim machte die Aufholjagd perfekt – und sorgte für Ekstase bei den HSV-Fans.
SC Paderborn – VfB Stuttgart
Jeff Chabot (25.) stellte die Weichen für die engagierte Hoeneß-Elf per Kopf auf Sieg. Chris Führich (83.) tütete den Sieg schließlich ein. Paderborn spielte derweil gut, agierte aber insgesamt vor dem gegnerischen Tor mit SCP-Aufstiegsheld und Bundesliga-Debütant Dennis Seimen zu harmlos.
Der VfB präsentierte sich gefällig im Aufbau und griffig im Gegenpressing. Deniz Undavs erste Annäherung lenkte Torhüter Nahuel Noll über die Latte (5.). Bis zur 22. Minute ging beiden Teams allerdings die Zielstrebigkeit ab: Jamie Leweling brach nach einem Stuttgarter Umschaltmoment auf dem Flügel durch, entschied sich jedoch für den Abschluss, anstatt auf den einschussbereiten Führich abzulegen.
Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, Seimen entschärfte erst gegen Santiago Castaneda (32.) und war dann zur Stelle, als Raphael Obermair (41.) Vagnoman stehen ließ und aus spitzem Winkel abschloss.
Das Bild vor der Pause verfestigte sich mit Wiederbeginn. Paderborn hätte den Ausgleich inzwischen verdient gehabt, während dem VfB die Sicherheit im Spiel nun abging und offensiv kaum noch stattfand. Doch Laurin Curdas Flanke köpfte Marvin Pieringer über das Tor (59.), während Rayan Philippe nach chaotischem Durcheinander im Strafraum Stiller auf der Linie anschoss (81.). Dann lief den Hausherren in der Folge die Zeit davon – und Führich schlug zu.
Mainz 05 – Bayer Leverkusen
Nach einem Doppelschlag durch Andrichs strammen Volleyschuss (5.) und Patrik Schick (9.) wackelte Leverkusen zunächst und ließ die Mainzer durch Anthony Cacis Treffer (33., 42.) wieder ins Spiel kommen. In der weiter abwechslungsreichen zweiten Hälfte brachte Jarell Quansah (55.) Bayer per Kopf zurück auf Siegkurs, Moussa Diaby (65.) erhöhte sehenswert. Der Anschluss durch Benedict Hollerbach (90.+2) kam zu spät für den FSV. Mit zehn Punkten stellte Leverkusen den Anschluss zur Spitze her, Mainz steht weiter bei sieben Zählern.
Die Leverkusener übernahmen gleich das Kommando – und ausgerechnet Andrich eröffnete ein mitreißendes Spiel. Nach einer kurzen Kopfballabwehr von Phillipp Mwene traf der Mittelfeldspieler den Ball aus 20 Metern per Direktabnahme. Und es ging gleich weiter: Schick blockte Kacper Potulski nach einem Steilpass und hob den Ball am abermals machtlosen Alexander Schwolow vorbei ins Tor.












