Feuerwehr löst Alarm im Harz aus
Berüchtigtes Hotel brennt lichterloh
31.08.2026 – 14:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein ehemaliges Hotel im Harz geht mitten in der Nacht in Flammen auf. Zuletzt sollen Reichsbürger auf dem Anwesen aktiv gewesen sein.
In einem ehemaligen Hotel mit Verbindungen in die Reichsbürger-Szene ist ein großes Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde nach eigenen Angaben am Montagmorgen gegen 4 Uhr zu dem Gebäude in Bad Lauterberg im Harz alarmiert.
Beim Eintreffen der Feuerwehr habe sich dann herausgestellt, dass bereits der mittlere Gebäudeteil in Vollbrand stand. Der Teil sei komplett niedergebrannt, teilte ein Feuerwehrsprecher t-online am Mittag mit. Ein Teil des Gebäudes sei durch den Brand eingestürzt, was die Löscharbeiten weiter erschwert habe. Ein Totalschaden sei aber nicht zu beklagen.
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Bagger nach Hotel-Brand im Einsatz
Inzwischen seien die Flammen unter Kontrolle und es fänden Nachlöscharbeiten statt. Bagger seien im Einsatz, um die Glutnester auseinanderzuziehen. Über 150 Einsatzkräfte waren der Feuerwehr zufolge insgesamt an der Brandbekämpfung beteiligt.
Zwischenzeitlich wurden Anwohner vor Rauchgasen gewarnt und gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am Mittag galt die Warnung nicht mehr. Zur Ursache des Feuers wurde zunächst nichts bekannt.
Medienberichten zufolge steht das ehemalige Hotel in Zusammenhang mit der Reichsbürger-Szene. Deren Mitglieder erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an – ebenso wenig wie ihre demokratischen und rechtsstaatlichen Strukturen wie Parlament, Gesetze oder Gerichte.
„Königreich Deutschland“ soll Verbindungen zu Hotel haben
Der „Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen“ zufolge wurde das Gebäude 2023 verkauft – an ein Mitglied des inzwischen verbotenen Vereins „Königreich Deutschland“. Ende November 2023 hatte der Landkreis Göttingen dem Verein den Betrieb eines Kiosks auf dem Areal untersagt. Berichten zufolge soll der Kiosk aber auch danach weiterbetrieben worden sein.
Gegen den Gründer des „Königreich Deutschland“, Peter Fitzek, sowie gegen weitere mutmaßliche Anführer der Gruppierung laufen Ermittlungen der Bundesanwaltschaft. Im Juli dieses Jahres wurde Anklage erhoben – wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Das „Königreich Deutschland“ strebe an, „sein behauptetes ‚Staatsgebiet‘ auf die Grenzen des Deutschen Reiches des Jahres 1871 zu erstrecken“, heißt es in einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft. Ziel der Gruppierung sei es, die Bundesrepublik Deutschland durch ein eigenes System zu ersetzen.
