
Vor Pokalduell
HSV-Gegner Holstein Kiel steckt tief in der Krise
02.12.2025 – 14:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Holstein Kiel steckt vor dem DFB-Pokalspiel beim HSV in einer schweren Krise. Die „Störche“ trennen nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz.
Mit guter Laune fährt Holstein Kiel am Mittwoch nicht nach Hamburg: Der Bundesliga-Absteiger ist spätestens nach der 0:1-Heimpleite gegen Hertha BSC in den Abstiegskampf gerutscht. Mit 15 Punkten liegt Kiel nur noch hauchdünn vor dem Tabellen-17. Greuther Fürth (13).
Die sportliche Talfahrt dämpft die Vorfreude auf das Pokalspiel im Volkspark, das am Mittwoch um 20.45 Uhr beginnt. Nach der Pleite am vergangenen Wochenende – bereits die siebte Niederlage nach dem Abstieg – reagierten die Fans mit deutlicher Kritik.
Verteidiger Marco Komenda zeigt Verständnis für den Unmut der Anhänger. „Ich kann die Reaktion verstehen“, sagt der Abwehrspieler. „Ich habe nach solchen Niederlagen selbst einen dicken Hals.“
Holstein-Cheftrainer Marcel Rapp will trotz der angespannten Lage keine Stammkräfte schonen. Bei angeschlagenen Spielern wie John Tolkin (muskuläre Probleme) und Komenda (Infekt) wägt er den Einsatz ab. Abwehrchef Carl Johansson (Kniebeschwerden) und Steven Skrzybski (Fußverletzung) fallen definitiv aus.
Rund 6.000 Kieler Fans unterstützen ihr Team im Volkspark. Die Bilanz macht Hoffnung: In den sechs Gastspielen vor dem Hamburger Erstliga-Comeback blieb die KSV ungeschlagen. „Der Mittwoch ist enorm wichtig für unsere Fans und die Stadt“, betont Komenda.
Ein Weiterkommen würde den Kielern zusätzliche 1,7 Millionen Euro aus dem Vermarktungspool einbringen. Noch wichtiger erscheinen die Ligaspiele: Intern wurden sechs Punkte aus den Begegnungen gegen Braunschweig, Magdeburg und Dresden bis Weihnachten als Ziel ausgegeben.
Sportchef Olaf Rebbe stellt klar: „Wir führen keine Trainerdiskussion.“ Damit beendet er vorerst die öffentliche Debatte um den seit Oktober 2021 amtierenden Aufstiegscoach.
Die Erwartungen nach dem Abstieg waren allerdings andere: Trotz der Abgänge von Top-Torjäger Shuto Machino, Nicolai Remberg und Armin Gigovic sollte eine sorgenfreie Saison möglich sein. Die Transfererlöse brachten einen Überschuss von gut sieben Millionen Euro, doch die Offensive schwächelt mit nur 14 Treffern in 14 Spielen.










