„Es reicht endgültig“
SPD-Generalsekretär attackiert CDU-Ministerin
15.09.2026 – 08:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Spannungen im Nahen Osten treiben die Spritpreise auf ein neues Allzeithoch. Wie reagiert die Koalition? SPD-Generalsekretär Klüssendorf erhöht jetzt mit scharfen Worten den Druck auf die Merz-Regierung.
Benzin bei 2,50 Euro pro Liter, Diesel bei fast 2,60 Euro: Die Eskalation am Golf hat zu einem neuerlichen Preisschock an deutschen Tankstellen geführt. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat die Bundesregierung nun mit scharfen Worten dazu aufgerufen, zeitnah Maßnahmen zu ergreifen. „Es reicht endgültig. Millionen Menschen in unserem Land kämpfen noch immer mit vollkommen überhöhten Spritpreisen, und die zuständige Ministerin Katherina Reiche schaut zu, wie Mineralölkonzerne Rekordgewinne auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger machen“, sagte Klüssendorf t-online. „Wir brauchen schnell Maßnahmen gegen die Abzocker-Spritpreise.“
Den jüngsten Preissprung bei Benzin und Diesel führen Experten vor allem auf die Unsicherheit im Nahen Osten zurück. Nicht nur ist die Straße von Hormus aufgrund des Iran-Kriegs weiter blockiert. Auch eine wichtige Ausweichroute für Öltransporte ist derzeit in Gefahr: Die Ost-West-Pipeline durch Saudi-Arabien wurde vor wenigen Tagen von der Huthi-Miliz angegriffen und teilweise beschädigt. Das saudische Königreich schaltete die Pipeline daraufhin vorsorglich ab. In der Folge schoss der Ölpreis weiter in die Höhe – mit weltweiten Auswirkungen auch auf Deutschland.

SPD: Drei Maßnahmen gegen den Preisschock
SPD-Generalsekretär Klüssendorf forderte die schwarz-rote Koalition nun dazu auf, drei Sofortmaßnahmen zu ergreifen, „mit denen die Preise sofort sinken würden“: Als erste Maßnahme schlägt der SPD-Politiker einen Spritpreisdeckel wie in Belgien oder Luxemburg vor. „Der Spritpreisdeckel kostet den Steuerzahler keinen Cent und sorgt sofort für niedrigere Preise“, so Klüssendorf.
Zweiter Vorschlag: eine Übergewinnsteuer auf Krisengewinne. Damit sollen die „übertrieben hohen Gewinne der Ölkonzerne“ staatlich abgeschöpft und an die Bürger zurückgeben werden. Und drittens fordert Klüssendorf eine „funktionierende Marktwirtschaft“: Man dürfe nicht länger dabei zusehen, wie der Markt versage, sondern müsse „mehr Preistransparenz herstellen und die undurchsichtige Marktmacht einiger weniger Ölkonzerne endlich begrenzen“.













