Knochentrockene Böden, Gluthitze aus der Sahara: Auf Deutschland rollt eine neue, großflächige Hitzewelle zu. Der Start fällt noch relativ verhalten aus – dann wird es spannend.
Deutschland stehen erneut Hitzetage bevor. „Der Motor sitzt im Süden Europas“, teilt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung t-online auf Anfrage mit. Ein kräftiges Hoch pumpe diese Glutluft nun Stück für Stück nach Norden.
Der Süden und der Südwesten schwitzen zuerst, bevor die Hitze ab Mittwoch auch auf den Norden übergreift. „Es wird von Tag zu Tag heißer“, prognostiziert der Meteorologe. Ein erster Höhepunkt zeichne sich für Donnerstag und Freitag ab, dann seien verbreitet 32 bis 36 Grad zu erwarten, am Oberrhein und im Südwesten um 38 Grad.
Neue Hitzewelle startet: Steigende Unwettergefahr ab Mittwoch
Das erscheint im Vergleich zu der Rekordhitzewelle Ende Juni fast harmlos, bei der bis zu 41,7 Grad gemessen wurden, und die nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 5.100 Menschenleben forderte – zumal die Luft laut Jung zu Beginn der Welle noch vergleichsweise trocken sein wird. „Die klebrige, tropische Schwüle fehlt anfangs, und die Nächte kühlen zunächst noch ordentlich ab“, meint er.
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Aber der große Hitzeknall könnte noch kommen: Ab der Wochenmitte strömt feuchtere Luft ins Land, was zunächst zu steigender Unwettergefahr führt, wie auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet. Kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen, in der Tendenz dürfte zuerst der Nordwesten getroffen werden, später der Südosten.
Sturzfluten auf Böden wie Beton – im August 40 Grad und mehr?
Jung warnt vor einem tückischen Punkt: „Auf die knochentrockenen Böden prasselt der Starkregen wie auf Beton.“ Das Wasser sickere nicht ein, es laufe ab – und so würden ausgerechnet mitten in der Dürre lokale Sturzfluten und volllaufende Keller drohen, ohne dass die Trockenheit auch nur annähernd beendet wäre.
Anschließend könnte auf eine vorübergehende Abkühlung die ganz große Hitze folgen. Jung spricht von einer möglichen „Glutwelle“ Anfang August: Einzelne Modellläufe würden die Werte zum Monatswechsel schon in Richtung 39 bis 40 Grad schieben. Und das globale Vorhersagemodell des US-Wetterdienstes (GFS) setze sogar noch einen drauf: Es berechne für Anfang August stellenweise 43 bis 44 Grad.












