Hitzewelle trifft Deutschland: Bahnunternehmen stellt zahlreiche Linien ein
10.02 Uhr: Der Bahnbetreiber National Express stellt am Nachmittag in Nordrhein-Westfalen wegen der hohen Temperaturen für sechs Stunden den Betrieb aller RRX-Linien ein. Das teilte das Unternehmen in Köln mit. Betroffen sind zwischen 13.00 und 19.00 Uhr die Linien RE1, RE4, RE5, RE6 und RE11. Die Züge fallen in dieser Zeit komplett aus.
Das Unternehmen erklärte: „Die Maßnahme dient dem Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden und soll verhindern, dass es unter den aktuellen außergewöhnlichen Wetterbedingungen zu ungeplanten Zugausfällen auf freier Strecke kommt.“
Der Vorstand von National-Express Andreas Leue führt weiter aus: „Die anhaltend extremen Temperaturen stellen die Fahrzeuge aktuell vor außergewöhnliche technische Herausforderungen.“
Veranstalter sagt Kessel Festival wegen Hitze ab
9.55 Uhr: Das Kessel Festival in Stuttgart ist wegen der außergewöhnlichen Hitze abgesagt worden. Der Gesundheitsschutz der Gäste, von Mitarbeitenden und Künstlerinnen und Künstlern stehe an erster Stelle, teilte der Veranstalter mit. Das Festival habe am Freitag mit einem erweiterten Schutzkonzept stattgefunden, die Sicherheit des zweiten Veranstaltungstags könne bei den erwarteten noch höheren Temperaturen jedoch nicht gewährleistet werden.
Am Samstag war das Deutsche Rote Kreuz nach Polizeiangaben zu einigen Hitzeeinsätzen beim Kessel Festival gerufen worden. Die Veranstalter informieren auf ihrer Webseite über die Erstattungsfähigkeit der Tickets. Der SWR hatte zunächst berichtet.
Professor warnt: Bei Hitze nicht ins Wasser springen
9.38 Uhr: Ein Sprung kopfüber ins flache Wasser kann schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben, warnen Experten. „Die Halswirbelsäule ist besonders fragil“, sagt Jan Schwab, Direktor der Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie am BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (UKB), der dpa. „Das führt direkt zu einer Lähmung“, sagte Schwab, dann seien Beine und Arme betroffen. „Wenn man den Boden nicht sieht, auf keinen Fall springen.“
Schwab sieht davon am UKB jährlich mindestens zehn Fälle. Oft handele es sich um „übermütige junge Männer“, die aus Lebensfreude kopfüber ins flache Wasser springen und im Anschluss querschnittsgelähmt seien. Auch Alkohol spiele oft eine Rolle. „Man möchte die Lebensfreude nicht einschränken“, sagte Schwab. „Aber es ist eine vermeidbare Verletzung.“
Kommunen rufen Bürger wegen Hitzewelle zum Wassersparen auf
9.17 Uhr: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die Bürger wegen der Hitze dringend zum Wassersparen aufgerufen und notfalls Verbote ins Spiel gebracht. „Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen“, sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe).











