
Große Unterschiede
Diese Hirntumoren sind besonders aggressiv
Aktualisiert am 04.01.2026 – 08:10 UhrLesedauer: 4 Min.
Während einige Hirntumoren sehr langsam wachsen und eine gute Prognose haben, breiten sich andere rasch und aggressiv aus – etwa das Glioblastom.
Die Diagnose Hirntumor bedeutet nicht automatisch, dass die Lebenserwartung einer Person verkürzt ist. Vielmehr spielen bei der Beurteilung mehrere Faktoren eine Rolle.
Dazu gehört auch die Frage, wie aggressiv der Tumor wächst. In diesem Artikel werden beispielhaft einige besonders aggressive Tumorarten vorgestellt.
Das Hirn setzt sich aus verschiedenen Zelltypen zusammen. Je nachdem, aus welchen Zellen sich ein Tumor entwickelt, unterscheiden Fachleute zwischen mehreren Arten von Hirntumoren.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilt Hirntumoren nach dem Grad ihrer Bösartigkeit in vier Tumorgrade ein:
Bei der Einstufung in einen WHO-Grad spielt nicht nur die Tumorart eine Rolle. Vielmehr fließen mehrere Eigenschaften des Tumors in die Bewertung ein. Dazu gehören etwa genetische und anatomische Merkmale sowie weitere Besonderheiten, die anhand von Gewebeproben festgestellt werden.
Je höher der WHO-Grad, desto eher ist der Tumor bösartig und desto aggressiver ist er – und desto schlechter ist, rein statistisch gesehen, die Prognose.
Eine Tumorart, die immer WHO Grad IV bedeutet, ist das Glioblastom. Da sich seine Zellen schnell teilen, wächst ein Glioblastom sehr rasch. Es gilt als besonders schwer behandelbar und ist meist nicht heilbar. Die Überlebenschancen haben sich jedoch in den letzten Jahren durch neue Behandlungsmethoden verbessert.
Ein Glioblastom geht aus sogenannten Gliazellen hervor. Dabei handelt es sich um spezielle Zellen, die das Nervengewebe stützen und schützen. Normalerweise helfen sie dabei, die Nervenzellen gesund und funktionsfähig zu halten. Es gibt verschiedene Arten von Gliazellen. Glioblastome entwickeln sich aus Gliazellen, die Astrozyten genannt werden.
Das Glioblastom ist bei Erwachsenen der am häufigsten vorkommende bösartige Hirntumor. Etwa 6 von 100.000 Menschen erhalten pro Jahr diese Diagnose. Die meisten Betroffenen sind dann zwischen 55 und 65 Jahren alt, wobei Männer etwas häufiger erkranken.
Glioblastome machen sich häufig erstmals durch einen Krampfanfall bemerkbar. Weitere mögliche Symptome sind Kopfschmerzen oder neurologische Ausfälle wie Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen. Welche Beschwerden genau auftreten, hängt vor allem davon ab, wo sich der Tumor genau befindet und wie groß er ist.











